„Ein feste Burg“ als Schutz vor Gewalt und Krieg 

Bischöfin Hofmann nahm in ihrer Predigt zum Reformationstag in der Christuskirche Bezug auf den Krieg in der Ukraine und die Proteste im Iran 

Fulda – Um die Erfahrung von Schutz in Zeiten von Gewalt und Krieg ging es am 31. Oktober in dem Festgottesdienst zum Reformationstag in der Christuskirche. Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Dr. Beate Hofmann, nahm in ihrer Predigt Bezug auf den Krieg in der Ukraine. Das Reformationslied „Ein feste Burg“ habe angesichts von „Erfahrungen von großer Not und Bildern von Menschen, die Schutzräume aufsuchen müssen vor Bomben und Raketen,“ an Aktualität gewonnen. Auch wenn das Lied martialisch klinge, so sei es als Antikriegslied zu verstehen: „Der Psalm 46, den Luther in diesem Lied aufnimmt, ist ein Lied gegen die Angst und gegen die Gewalt.“ Die Bischöfin schlug den Bogen zu den Protesten im Iran: „Solche Lieder gegen die Angst werden auch in diesen Tagen wieder gesungen, auf den Straßen von Teheran, wo Tausende von Frauen und auch viele Männer gegen ein patriarchales Regime um ihr Leben und ihre Freiheit kämpfen.“