Sichtbare Zeichen für den Frieden

Vier Evangelische Kirchengemeinden in Fulda hissen Regenbogen-Friedensfahnen

Fulda – Nach der Zerstörung bzw. dem Diebstahl von Friedensfahnen an der evangelischen Bonhoeffergemeinde haben sich die Lutherkirche, die Christuskirche und die Kreuzkirche nun ebenfalls entschlossen, Friedensfahnen vor ihren Kirchen zu hissen. Auch die Bonhoeffergemeinde möchte ihr Engagement für den Frieden weiterhin öffentlich kundtun. Dort wurde gestern eine neue Fahne am Mast angebracht.

Die Lutherkirche hatte am Sonntag, 13. November, im Rahmen eines Friedensgottesdienstes eine Regenbogenfahne mit der Aufschrift „Frieden“ gehisst. „Die Stadtteilarbeit der Lutherkirche leistet viele kleine Beiträge zum Frieden in unserer Stadt,“ sagt Pfarrerin Anke Mölleken. Die Christophoruskirche habe schon zu Beginn des Krieges eine ukrainische Familie aufgenommen, ergänzt Pfarrer Wolfgang Echtermeyer. Zusätzlich wollen beide auch ein äußeres Zeichen des Friedens setzen. „Sichtbar und deutlich an dem Kirchturm der Lutherkirche“, so Mölleken. Es könne nicht sein, dass Friedensfahnen mutwillig zerstört würden, so die Pfarrerin. Pfarrer Marvin Lange von der Bonhoeffergemeinde begrüßt ausdrücklich, dass nun auch weitere evangelische Gemeinden, wie die Christuskirche und die Kreuzkirche, Friedensfahnen vor ihren Gebäuden aufhängen werden. In der Kreuzkirche werde dafür sogar eigens ein Fahnenmast angebracht. Vandalismus und Zerstörungswut sollten nicht das letzte Wort behalten, sagte der evangelische Pfarrer. Er bedankte sich bei Bastian und Marion Kummer, die die neue Fahne der Bonhoeffergemeinde finanziell ermöglicht haben. Auch die Fahne der Lutherkirche wurde mit Spendengeldern finanziert.

Friedensfahne Lutherkirche vlnr: Michael Kurschus, Pfarrer Wolfgang Echtermeyer, Pfarrerin Anke Mölleken. Foto: Ramin Moghadam.
Friedensfahne vor der Bonhoeffergemeinde: vlnr. Angela Kohlhammer vom Kirchenvorstand der Bonhoeffergemeinde, Bastian Kummer, Pfarrer Marvin Lange, Marion Kummer. Foto: Claudia Pfannemüller