Bonhoeffergemeinde geht erneut in den Shutdown

Der Kirchenvorstand der Bonhoeffergemeinde hat sich am 19. April 2021 mehrheitlich dafür ausgesprochen, im Bonhoefferhaus solange keine analogen Veranstaltungen mehr anzubieten, bis die Inzidenz im Landkreis Fulda unter 200 liegt. „Die Entscheidung wurde breit diskutiert und war hochemotional“, so Pfarrer Marvin Lange. Er selbst hätte sich gewünscht, weiter nach dem bewährten Hygieneschutzkonzept der kurhessischen Landeskirche zu verfahren, das Gottesdienste unter bestimmten Bedingungen trotz hoher Inzidenz durchaus zulässt. Die Vorsicht hat sich im Kirchenvorstand durchgesetzt, obwohl Studien des Uniklinikums Marburg belegen, dass von evangelischen Gottesdiensten keine Ansteckungsgefahr ausgeht.

Auch die Frage, unter welchen Bedingungen am Pfingstsonntag, dem 23. Mai 2021 die Konfirmation gefeiert werden kann, sei dadurch wieder offen. „Gerade für die Eltern, die unserem Hygienekonzept bislang getraut haben und die Konfirmation ihrer Kinder im ganz kleinen Kreis feiern wollen, ist das sicherlich keine gute Nachricht“, so der Seelsorger weiter. Da sich der Beschluss allein auf Veranstaltungen im Bonhoefferhaus bezieht, sei vielleicht die Konfirmation als Outdoor-Veranstaltung denkbar.

Änderungen werden hier über die Homepage zeitnah mitgeteilt.

Evangelische Gottesdienste von Gründonnerstag bis Ostermontag

Fulda, Petersberg und Künzell

Fulda – Die evangelischen Kirchengemeinden in Fulda und der Region werden ihre Gottesdienste in diesem Jahr sowohl mit corona-konformen Gottesdiensten als auch mit fantasievollen Alternativangeboten feiern. Die Entscheidungen über die Form der Gottesdienste werden von den Kirchenvorständen der jeweiligen Gemeinden getroffen. An Karfreitag um 15 Uhr und am Ostersonntag um 10 Uhr werden die evangelischen Kirchengemeinden in Fulda und der Region gemeinsam die Glocken läuten. Die evangelischen Kirchengemeinden bieten von Gründonnerstag bis Ostermontag vielfältige Angebote: Von Präsenzgottesdiensten, einer Gottesdienstwanderung, einem Ostergarten, Ostereiersuchen für Familien und ökumenischen Freiluftgottesdiensten bis hin zum Abendmahl am Telefon und einer Radioandacht auf HR2. Einige Gemeinden verschicken Anregungen für Haus-Ostergottesdienste an ihre Mitglieder, andere packen Ostertüten für Kinder und Familien. Daneben wird es zahlreiche Online-Angebote, Zoom-Gottesdienste, Live-Streams und Videos auf dem YouTube Kanal Gemeinsam evangelisch in Fulda geben. In dem meisten Gemeinden ist eine telefonische bzw. eine Online-Anmeldung zum Gottesdienst erforderlich. Kurzfristige Änderungen aufgrund der Entwicklung des Infektionsgeschehens sind möglich.

Die Bonhoeffergemeinde und die Ev. Kirchengemeinde Petersberg feiern an Gründonnerstag im Bonhoefferhaus um 18 Uhr einen Gottesdienst mit corona-konformem Abendmahl. An Karfreitag findet in der Johanneskirche Petersberg um 10 Uhr ein Gottesdienst mit dem Johannesquintett statt. Im Bonhoefferhaus findet um 15 Uhr ein Gottesdienst zur Todesstunde Jesu statt. Am Ostersonntag findet um 6 Uhr morgens im Bonhoefferhaus eine liturgische Feier der Osternacht statt. Um 10 Uhr gibt es einen Ostergottesdienst im Bonhoefferhaus. Im Garten hinter der St. Johanneskirche Petersberg findet um 10 Uhr ein musikalischer Ostergottesdienst für Familien statt (bitte Sitzgelegenheit mitbringen). Am Ostermontag wird um 9 Uhr an der Paul-Gerhardt-Kapelle in Petersberg ein Abendmahlsgottesdienst gefeiert (Brot und Trauben bitte mitbringen). Für die Gottesdienste der Bonhoeffergemeinde wird um Anmeldung auf der Seite https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/gebeten. Online-Angebote: Am Gründonnerstag wird ein Video zum Thema Abendmahl zu sehen sein, der Karfreitagsgottesdienst um 10 Uhr kann als Live-Stream auf dem YouTube Kanal Gemeinsam evangelisch in Fulda unter folgendem Link mitverfolgt werden:  https://youtu.be/VBxi4N9162M

Die Christuskirche macht das Ostergeschehen mit einem Ostergarten in und um die Kirche erlebbar. 22 Stationen laden täglich von 9 bis 17 Uhr zum Mitmachen und Innehalten ein. Der Ostergarten kann ab sofort bis zum 11. April besichtigt werden. Am Gründonnerstag findet um 19 Uhr ein Gottesdienst mit Abendmahl statt.  Zusätzlich bietet die Christuskirche an Gründonnerstag ein Telefonabendmahl an. Pfarrerin Koch-Zeißig und Pfarrer Jörg Scheer feiern nach Anmeldung und individueller Terminvereinbarung in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr das Abendmahl am Telefon. Anmeldung unter Tel. 0661/48049931. Am Karfreitag findet um 15 Uhr ein Gottesdienst zur Sterbestunde Jesu mit der Kantorei statt. Am Ostersonntag wird um 10 Uhr ein Festgottesdienst gefeiert, am Ostermontag um 10 Uhr gibt es einen Gottesdienst mit Kindersegnung. Für alle Gottesdienste ist eine Anmeldung auf https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/ nötig. Online-Angebote: Am Gründonnerstag findet um 23 Uhr eine Live-Andacht auf dem Instagram-Kanal des Ökumenischen Kirchentag statt. Der Gottesdienst am Ostersonntag kann um 10 Uhr als Live-Stream auf dem YouTube-Kanal Gemeinsam evangelisch in Fulda unter folgendem Link mitverfolgt werden: https://youtu.be/ipz-zJD4N-k

Die Lutherkirche Fulda und Christophoruskirche Künzell haben in der Osterzeit ein besonderes Angebot für Kinder: auf dem Außengelände der Lutherkirche gibt es eineOsterbildergeschichte zum Anschauen. Am Gründonnerstag ist die Christophoruskirche Künzell von18 Uhr – 19.30 Uhr zum Abendsegen geöffnet. Am Karfreitag findet um9.30 Uhr ein Gottesdienst in der Lutherkirche und um 11 Uhr ein Gottesdienst in der Christophoruskirche statt. Am Ostersonntag wird um 11 Uhr ein Gottesdienst in der Lutherkirche gefeiert; am Ostermontag um 11 Uhr ein Gottesdienst in der Christophoruskirche. Für alle Gottesdienste ist eine Anmeldung erforderlich unter https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/ Online-Angebote: Die Gemeinde feiert an Karfreitag um15 Uhr einen Zoom-Gottesdienst. Die Zugangsdaten sind zu finden auf der Seite www.lutherkirche-fulda.de. Ein Video-Gottesdienst aus der Christophoruskirche wird ab Ostersonntag auf dem YouTube-Kanal Gemeinsam evangelisch in Fulda zu sehen sein.

Die Kreuzkirche macht an Ostern besondere Angebote für Kinder und Familien. Kinder können sich Ostertütenmit Spiel-Bastelideen, Rezept und Trockenhefe für Osterbrot an der Kreuzkirche abholen. Für Familien gibt es eine Tüte fürs Osterfrühstück. An Karfreitag feiert die Kreuzkirche um 10 Uhr Gottesdienst. Anmeldung unter: https://www.eventbrite.de/e/gottesdienst-am-karfreitag-tickets-143565792149  Am Ostersonntag lädt die Gemeinde um 11.00 Uhr insbesondere Familien mit Kindern zum Gottesdienst ein. Geplant ist nach dem Gottesdienst außerdem ein corona-gerechtes Ostereiersuchen rund um die Kreuzkirche. Anmeldung unter:  https://www.eventbrite.de/e/gottesdienst-am-ostersonntag-tickets-143566919521 Am Ostermontag findet ein Gottesdienst um 10 Uhr statt. Anmeldung: https://www.eventbrite.de/e/gottesdienst-am-ostermontag-tickets-143567146199.

Versöhnungskirche und Matthäuskirche: In der Versöhnungskirche wird am Gründonnerstag um 19.00 Uhr ein Gottesdienst gefeiert, Karfreitag um 10 Uhr und um 15 Uhr, am Ostersonntag 10 Uhr und um 18 Uhr und am Ostermontag um 10 Uhr. Im Kirchgarten der Matthäuskirche am Trätzhof finden an folgenden Tagen Open-Air-Gottesdienste statt: Karfreitag um 10 Uhr Ostersonntag um 5.30 Uhr und Ostersonntag um 10 Uhr. Besucher:innen werden gebeten, eine Sitzgelegenheit mitzubringen.  Für die Gottesdienste der Versöhnungskirche-Matthäuskirche ist eine telefonische Anmeldung erforderlich unter 0661/52690 (sprechen Sie gern auf den Anrufbeantworter). Radio-Andacht auf HR2: Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig wird am Ostermontag von 7.30 Uhr bis 8 Uhr zum Thema “Nachfolge – Auf den Spuren Jesu” im Radio zu hören sein.

Foto: Medio.tv/schauderna

Hygienekonzept hat sich bewährt

Studie in der EKKW: Gottesdienstbesuch birgt kein erhöhtes Corona-Risiko

Der Gottesdienstbesuch in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) ist unter den gegenwärtigen Schutzkonzepten nicht mit einem erhöhten Corona-Infektionsrisiko verbunden: Zu diesem ersten Ergebnis kommt eine Studie der Philipps-Universität Marburg (Fachbereich Medizin) in Kooperation mit der EKKW. Von Anfang Dezember bis Ende Februar haben rund 1500 Mitglieder aus den evangelischen Kirchenkreisen Schwalm-Eder, Kirchhain und Marburg an dieser Studie teilgenommen und sich auf SARS-CoV-2-Antikörper untersuchen lassen. Die Leitfrage war, ob die aktive und/oder passive Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen der EKKW einschließlich Gottesdiensten mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Coronavirus-Infektion einhergeht. Inzwischen liegen erste Kern-Ergebnisse vor.

Fast 1500 Personen haben teilgenommen
Insgesamt wurden 1493 Personen im Alter von 18 bis 90 Jahren getestet, darunter Haupt-, Neben- und Ehrenamtliche der EKKW sowie Gottesdienstbesucher*innen. Bei 45 Teilnehmenden wurden Antikörper gegen das SARS-CoV-2 Virus festgestellt, sie haben folglich eine Coronavirus-Infektion durchgemacht, erläutert Prof. Dr. Harald Renz, Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik an der Philipps-Universität Marburg. Dies entspreche einer Seroprävalenz – diese beschreibt das Vorliegen von Antikörpern gegen das Coronavirus – von 3,0 Prozent. 990 der getesteten Personen hatten angegeben, dass sie regelmäßig einen Gottesdienst besuchten. 24 Personen dieser Gruppe wiesen Antikörper gegen das Coronavirus auf (Seroprävalenz: 2,4 Prozent). Unter den 503 Getesteten, die angegeben hatten, nicht regelmäßig einen Gottesdienst zu besuchen, waren 21, bei denen Antikörper ermittelt wurden (Seroprävalenz: 4,2 Prozent).

„Kirchen haben das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt“

„Es konnte kein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit von Antikörpern zwischen Gottesdienstbesuchern und Nicht-Gottesdienstbesuchern nachgewiesen werden“, erläutert Renz das Ergebnis der ersten Auswertung. Es zeige sich, „dass sich die enormen Anstrengungen bei der Implementierung von Hygienekonzepten bewährt haben“. Das bekräftigt der Dekan des Kirchenkreises Marburg, Burkhard zur Nieden, der die Studie gemeinsam mit Renz betreut: „Unter den Bedingungen von Covid-19 haben die großen Kirchen verantwortlich reagiert und das Vertrauen gerechtfertigt, das in sie gesetzt wurde.“ Der Dekan lobt das Engagement aller Beteiligten in den mehr als 30 Kirchengemeinden der EKKW.

Weitere Auswertungen sollen nun auch auf Grundlage der von den Teilnehmenden ausgefüllten Fragebögen erfolgen. Nach Abschluss der Gesamtauswertung soll die Studie veröffentlicht werden. In Klärung ist ferner, ob Mittel für eine Zweitauflage der Studie im Sommer abgerufen werden können, um auch Virusmutationen und Impfeffekte berücksichtigen zu können.

Hintergrund

Projektträger der Studie ist das Deutsche Zentrum für Raum- und Luftfahrttechnik, beauftragt vom Deutschen Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Es fördert mit 150 Millionen Euro den Aufbau des Forschungsnetzwerks, um die Forschungsaktivitäten der deutschen Universitätsmedizin zur Bewältigung der Covid-19 Pandemie zu stärken. Mit der Durchführung ist das „Nationale Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin zu COVID 19“, Standort Philipps-Universität-Marburg, betraut, dem 150.000 Euro für die Studie zur Verfügung gestellt wurden.

Die Leitung hat Prof. Dr. Harald Renz, Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik, in Zusammenarbeit mit dem Dekan des Kirchenkreises Marburg, Burkhard zu Nieden, übernommen. Projektleiterinnen sind Sabine Feig, Philipps Universität Marburg, und Gesundheitswissenschaftlerin Anja zur Nieden, MPH, vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen. Die Auswertung der Studie leitet Prof. Dr. Ho Ryun Chung, Leiter des Instituts für Medizinische Bioinformatik und Biostatistik der Philipps-Universität Marburg. Auch Studierende waren bei den Testungen im Einsatz.

Kontakt: Prof. Dr. Harald Renz, Tel.: 0 64 21 / 5 86 62 34/-5; Mobil: 0171 / 8 50 21 44, per E-mail: renzh@med.uni-marburg.de

„Hygienekonzept hat sich bewährt“

Studie in der EKKW: Gottesdienstbesuch birgt kein erhöhtes Corona-Risiko

Der Gottesdienstbesuch in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) ist unter den gegenwärtigen Schutzkonzepten nicht mit einem erhöhten Corona-Infektionsrisiko verbunden: Zu diesem ersten Ergebnis kommt eine Studie der Philipps-Universität Marburg (Fachbereich Medizin) in Kooperation mit der EKKW. Von Anfang Dezember bis Ende Februar haben rund 1500 Mitglieder aus den evangelischen Kirchenkreisen Schwalm-Eder, Kirchhain und Marburg an dieser Studie teilgenommen und sich auf SARS-CoV-2-Antikörper untersuchen lassen. Die Leitfrage war, ob die aktive und/oder passive Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen der EKKW einschließlich Gottesdiensten mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Coronavirus-Infektion einhergeht. Inzwischen liegen erste Kern-Ergebnisse vor.

Fast 1500 Personen haben teilgenommen
Insgesamt wurden 1493 Personen im Alter von 18 bis 90 Jahren getestet, darunter Haupt-, Neben- und Ehrenamtliche der EKKW sowie Gottesdienstbesucher*innen. Bei 45 Teilnehmenden wurden Antikörper gegen das SARS-CoV-2 Virus festgestellt, sie haben folglich eine Coronavirus-Infektion durchgemacht, erläutert Prof. Dr. Harald Renz, Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik an der Philipps-Universität Marburg. Dies entspreche einer Seroprävalenz – diese beschreibt das Vorliegen von Antikörpern gegen das Coronavirus – von 3,0 Prozent. 990 der getesteten Personen hatten angegeben, dass sie regelmäßig einen Gottesdienst besuchten. 24 Personen dieser Gruppe wiesen Antikörper gegen das Coronavirus auf (Seroprävalenz: 2,4 Prozent). Unter den 503 Getesteten, die angegeben hatten, nicht regelmäßig einen Gottesdienst zu besuchen, waren 21, bei denen Antikörper ermittelt wurden (Seroprävalenz: 4,2 Prozent).

„Kirchen haben das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt“

„Es konnte kein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit von Antikörpern zwischen Gottesdienstbesuchern und Nicht-Gottesdienstbesuchern nachgewiesen werden“, erläutert Renz das Ergebnis der ersten Auswertung. Es zeige sich, „dass sich die enormen Anstrengungen bei der Implementierung von Hygienekonzepten bewährt haben“. Das bekräftigt der Dekan des Kirchenkreises Marburg, Burkhard zur Nieden, der die Studie gemeinsam mit Renz betreut: „Unter den Bedingungen von Covid-19 haben die großen Kirchen verantwortlich reagiert und das Vertrauen gerechtfertigt, das in sie gesetzt wurde.“ Der Dekan lobt das Engagement aller Beteiligten in den mehr als 30 Kirchengemeinden der EKKW.

Weitere Auswertungen sollen nun auch auf Grundlage der von den Teilnehmenden ausgefüllten Fragebögen erfolgen. Nach Abschluss der Gesamtauswertung soll die Studie veröffentlicht werden. In Klärung ist ferner, ob Mittel für eine Zweitauflage der Studie im Sommer abgerufen werden können, um auch Virusmutationen und Impfeffekte berücksichtigen zu können.

Hintergrund

Projektträger der Studie ist das Deutsche Zentrum für Raum- und Luftfahrttechnik, beauftragt vom Deutschen Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Es fördert mit 150 Millionen Euro den Aufbau des Forschungsnetzwerks, um die Forschungsaktivitäten der deutschen Universitätsmedizin zur Bewältigung der Covid-19 Pandemie zu stärken. Mit der Durchführung ist das „Nationale Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin zu COVID 19“, Standort Philipps-Universität-Marburg, betraut, dem 150.000 Euro für die Studie zur Verfügung gestellt wurden.

Die Leitung hat Prof. Dr. Harald Renz, Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik, in Zusammenarbeit mit dem Dekan des Kirchenkreises Marburg, Burkhard zu Nieden, übernommen. Projektleiterinnen sind Sabine Feig, Philipps Universität Marburg, und Gesundheitswissenschaftlerin Anja zur Nieden, MPH, vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen. Die Auswertung der Studie leitet Prof. Dr. Ho Ryun Chung, Leiter des Instituts für Medizinische Bioinformatik und Biostatistik der Philipps-Universität Marburg. Auch Studierende waren bei den Testungen im Einsatz.

Kontakt: Prof. Dr. Harald Renz, Tel.: 0 64 21 / 5 86 62 34/-5; Mobil: 0171 / 8 50 21 44, per E-mail: renzh@med.uni-marburg.de

Osterangebote – digital und analog

Einiges hat „Gemeinsam Evangelisch“ auf die Beine gestellt, um drinnen wie draußen wie auch im Internet Ostern feiern zu können. Ein kleines Video unserer Highlights finden Sie hier:

Die Bonhoeffergemeinde bietet folgendes an:

01.04.202118.00 UhrGründonnerstagGottesdienst mit mit coronakonformer Feier des Abendmahls. Eine Anmeldung ist erforderlich unter https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/Pfr. Lange/ Pfr. Pfeifer
02.04.202110.00 UhrKarfreitag in der JohanneskircheGottesdienst klassisch in der Johanneskirche Petersberg. Anmeldung erfolgt an der Kirchentür.Pfr. Lange/ Pfr. Pfeifer
13.30 UhrKarfreitagmittagDie Gottesdienstwanderung fällt aus!
15.00 UhrKarfreitag im BonhoefferhausGottesdienst zur Todesstunde Jesu im Bonhoefferhaus Fulda. Eine Anmeldung ist erforderlich unter https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/Pfr. Lange/ Pfr. Pfeifer
04.04.202106.00 UhrOsternachtLiturgische Feier der Osternacht mit coronakonformer Feier des Abendmahls. Mit Musik von Orgel und Saxophon sowie Gesang von Isabell Scheunert. Eine Anmeldung ist erforderlich über https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/Pfr. Lange
04.04.202110.00 UhrOstersonntagOstergottesdienst mit Taufe. Eine Anmeldung ist erforderlich unter https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/Pfr. Lange
05.04.202114.00 UhrOstermontagÖkumenischer Ostergottesdienst auf dem Rathausplatz Petersberg. Mit Bläserauswahl-Ensemble um Marshall Lamohr. Anmeldungen erforderlich über
www.mein-kirchplatz.de
Pfr. Lange/ Pfr. Pasaribu/ Pfr. Pfeifer

Musikalischer Gottesdienst mit Tiefgang

Fulda – Blues-, Folk- und Rocksongs hören und über Gott und die Welt Nachdenken: diese Mischung begeisterte Gottesdienstbesucher am Sonntagmorgen in der Bonhoeffergemeinde. Der Musiker Kalle Ziegler sorgte gemeinsam mit Pfarrer Christian Pfeifer für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes: Mit zwei Gitarren und einer Mundharmonika präsentierte das Musiker-Pfarrer-Duo Rock, Folk- und Country-Songs von Rod Steward, Leonard Cohen, Joan Baez und Johnny Cash.

In Zeiten von Corona hielten die Musiker großen Abstand zu den Gottesdienstbesuchern. Pfarrer Marvin Lange bedauerte, dass nicht alle, die gekommen waren, Platz im Bonhoefferhaus fanden und verwies auf die Möglichkeit, den Gottesdienst als Livestream mitzuerleben. Der Gottesdienst sei schon im Voraus über die Online-Anmeldemöglichkeit ausgebucht gewesen, sagte der Pfarrer.

Die gefühlvollen und nachdenklichen Balladen passten mit ihren Melodien und Texten zum ernsten Predigtthema. Pfarrer Marvin Lange und Pfarrer Christian Pfeifer hielten eine Dialogpredigt zum Thema „Wo ist Gott im Leid?“ „Gott hat uns nicht versprochen, dass uns das Leid erspart bleibt“, sagte Pfarrer Lange. Auf einer Flipchart hatte der Theologe den Weg des Weizenkorns aufgezeichnet, dass erst in die Erde fallen muss, damit es Frucht bringt. „Mit diesem Bild erklärt Jesus, wie er seinen bevorstehenden Tod begreift,“ erklärte Pfarrer Lange. Das Weizenkorn könne nur in der Erde keimen. Nur auf diesem Weg könne etwas Neues entstehen und neues Leben wachsen. Auch im Tod sei Gott bei uns, ergänzte Pfarrer Christian Pfeifer. Gott erspare den Menschen das Leid nicht, aber er begleite Menschen, die leiden. Manchen Menschen gelinge es, schmerzhafte Erfahrungen hinter sich zu lassen und sich wieder dem Leben zuzuwenden; etwa nach dem Verlust eines Angehörigen. „Viele blühen wieder auf, wenn sie sich in Gemeinschaft begeben,“ sagte Pfeifer.

Die Predigt und die Musik waren im Gottesdienst perfekt aufeinander abgestimmt. Pfarrer Lange und Pfarrer Pfeifer sagten, sie wollen den Gottesdienstbesuchern in Zeiten ohne Gemeindegesang, trotzdem gute Musik anbieten. Kalle Ziegler bezeichnete seinen Auftritt im Gottesdienst als Lichtblick in schwierigen Zeiten. Musik sei selten geworden in Zeiten von Corona. Nur wenige Auftritte habe er im vergangenen Jahr gehabt, berichtete der Künstler. Er trete gerne in Kirchen auf, da er sich als spirituellen Menschen verstehe. Vielleicht entstehe durch Corona auch eine neue Wertschätzung für die Musik, meinte Ziegler. Eine Besucherin brachte es nach dem Gottesdienst so zum Ausdruck: „Die Lieder sind mir heute besonders zu Herzen gegangen.“ Der musikalische Gottesdienst mit Kalle Ziegler wird am 21. März um 10 Uhr in der Christuskirche wiederholt. Um eine Anmeldung unter www.gemeinsamevangelisch.church-events.de wird gebeten.

BU: vlnr. Pfarrer Marvin Lange, Pfarrer Christian Pfeifer und der Musiker Kalle Ziegler gestalteten gemeinsam einen musikalischen Gottesdienst in der Bonhoeffergemeinde. Fotos: Claudia Pfannemüller

Gottesdienste künftig mit Pfarrer-Duo

Der Gottesdienst zum Valentinstag in der evangelischen St. Johanneskirche markierte den Beginn der gottesdienstlichen Kooperation der Bonhoeffergemeinde und der Ev. Kirchengemeinde Petersberg.

Fulda/Petersberg – Der Trend zum Zweier-Team ist nun auch in zwei evangelischen Gemeinden angekommen: Pfarrer Christian Pfeifer von der evangelischen Kirchengemeinde Petersberg und Pfarrer Marvin Lange von der Bonhoeffergemeinde werden künftig nur noch selten allein auf der Kanzel stehen. Das neue Gottesdienstkonzept beider Gemeinden sieht vor, dass künftig nicht nur ein Geistlicher predigt, sondern gleich beide Pfarrer gemeinsam. „Zwei Pfarrer gleichzeitig können mehr als die sonntägliche One-Man-Show mit Orgel,“ erklärt Pfarrer Marvin Lange augenzwinkernd.

vlnr. Arbeiten gerne im Team: Pfarrer Marvin Lange und Pfarrer Christian Pfeifer.

Ein – unter Corona-Bedingungen – volles Haus erlebten die Gottesdienstbesucher am Valentinstag. Eine Rose und eine Süßigkeit lag auf den Kirchenbänken und so lauschten die Besucherinnen und Besucher der abwechslungsreichen und humorvollen Dialogpredigt rund um das Thema Liebe und Beziehung. Der Saxophonist Christian Diehl und die Sängerin Daniela Röll-Diegelmann sorgten mit Liedern wie dem Halleluja von Leonard Cohen für Gänsehautfeeling und viel Applaus. Während Pfarrer Pfeifer über die Liebe Gottes als verlässliche Zusage an die Menschen predigte, betonte Pfarrer Lange das schöne und zugleich verletzliche an der Liebe zwischen Menschen. „Flüstert euch den Segen Gottes ins Ohr,“ ermutigte Pfarrer Lange die Gottesdienstbesucher, die als Paar gekommen waren.

Künftig soll es in den beiden evangelischen Gemeinden drei verschiedene Arten von Gottesdiensten geben: kreative, klassische und moderne. Bei kreativen Gottesdiensten dürfen sich Pfarrer und Ehrenamtliche etwas Besonderes ausdenken. Modern soll es künftig jeden dritten Sonntag im Monat zu gehen, mit populärer Musik und freieren Formen jenseits der üblichen Liturgie. „Auch der klassische Gottesdienst kommt einmal im Monat vor, erklären Pfarrer Lange und Pfarrer Pfeifer. Auch die Kindergottesdienste beider Gemeinden werden künftig zusammengelegt. Immer in der Gemeinde, die um 11 Uhr Gottesdienst feiert, findet künftig Kindergottesdienst statt. „Dazu arbeiten auch die beiden Kindergottesdienstteams zusammen,“ erklärt Christian Pfeifer.

vlnr. Pfarrer Christian Pfeifer und Pfarrer Marvin Lange predigen künftig gemeinsam.

Das neue Konzept verspricht nicht nur mehr Spaß im Team, sondern stellt für die beiden Pfarrer auch eine logistische Herausforderung dar. An manchen Sonntagen müssen sie künftig eine Kapelle und zwei Kirchen nacheinander bespielen. Die Gottesdienstbesucher sind aufgefordert, sich auf den Webseiten und im neuen Gemeindemagazin zu informieren, in welcher Kirche zu welcher Zeit der Gottesdienst stattfindet. „Die Kirchenvorstände erhoffen sich von dem neuen Konzept vor allem eine Qualitätssteigerung des gottesdienstlichen Erlebens,“ so Pfarrer Christian Pfeifer. Die Dialogpredigt am Valentinstag scheint ihnen recht zu geben. „Viele Besucher haben am Ausgang zum Ausdruck gebracht, dass der Gottesdienst sie sehr berührt hat,“ sagten die Seelsorger. Eine Video-Aufzeichnung des Gottesdienstes gibt es auf dem YouTube-Kanal „Gemeinsam evangelisch“ in Fulda zu sehen.

Für die Gottesdienstbesucher gibt es Rosen zum Valentinstag.

Fotos: Claudia Pfannemüller

Das Glaubensbekenntnis in max. 280-Zeichen

Von Sam Shearn

„Ich glaube an Gott“ heißt nicht an einem Übermann, sondern: ich vertraue, dass der Urgrund und die Quelle von dem Ganzen gut ist und das alles will. Oder: die Deutungstradition „Gott“ ist im Einklang mit und drückt gut aus, wovon ich am tiefsten überzeugt bin.

„an… den Vater“ heißt, dass ich Gott ruhig vorstellen darf – mit meiner allzumenschlichen Sprache – als wäre mein Verhältnis zu ihm wie eines Kindes zum gütigen treuen Elternteil. Das ist natürlich Wunschdenken, aber das ist nicht schlimm.

„an … den Allmächtigen“ heißt, dass ich meine Begrenztheit spüre und ahne, dass ich nichts tue, ohne, dass ich er- und getragen werde. Dass nichts geschieht ohne seine Ermöglichung. Dass ich vertraue, dass er auf verborgene, schier unverständlicher Weise Gutes daraus macht.

„an … den Schöpfer des Himmels und der Erde“ heißt, dass mein Staunen und Jauchzen über einzelne Erscheinungen der Natur – und ihre Gesamtheit – angemessene Reaktionen sind. Dass es gut ist, dass es Leben und die Welt gibt, statt nichts.

„Und an Jesus Christus“ heißt nicht ich stehe auf einen bestimmten Promi, sondern, dass sein Bild in den Evangelien mich berührt, imponiert, fasziniert, ruft. Dass ich mich einklinke in dem gemeinschaftlichen Wagnis, ihn als Vollendung aller Hoffnungen zu verstehen.

„an … seinen eingeborenen [besser: einzigartigen] Sohn“ heißt: So wie er ist, so soll ich mir volles Vertrauen in Gott vorstellen. Heißt, dass seine kontaktfreudige lebensspendende Mahlzeiten mit Außenseiterinnen Gottes Wille waren, mehr noch: Handeln Gottes waren.

„unsern Herrn“ heißt nicht spießbürgerlicher Spaßverderber sondern letzte Orientierung, mutmachender Anführer und der einzige, der das Recht hat, unsere Loyalität zu fordern.

„empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria” heißt, dass seine Ankunft nicht etwas ist, was wir Menschen von uns aus hätten einfädeln können. Und: dass er ganz Mensch war, abhängig von der Mühe und Trost einer Frau.

„gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes“ heißt, dass er unter den grausamen Rädern der Geschichte kam, das trostlose Ende der Milliarden erlebte und sich mit allen dort solidarisiert.

„am dritten Tage auferstanden von den Toten“ heißt nicht Wissen um einen damaligen Zaubertrick, sondern Gewissheit, „im Herzen“, dass ich es noch heute mit einem Lebendigen zu tun habe.

„aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters“ heißt: er fehlt hier, aber ich soll mir nicht vorstellen, das wäre alles ein Fehler. Sein Einsatz war genug (er muss nicht mehr stehen), die Welt ist nicht verloren.

„von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten“ heißt unser alle Leben wird auf absolut fairer Weise barmherzig-verständnisvoll verstanden und, mit Parteinahme für die Leidenden, widersprochen.

„Ich glaube an den Heiligen Geist“ heißt es gibt eine Erfahrung des Trostes und der Weisung, die mich noch heute an Jesus erinnert.

„die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen“ kann nur paradox verstanden werden, zusammen mit „Vergebung der Sünden“. Es gibt keine eigentliche Heiligen, sondern eine unsichtbare Verbundenheit der begnadeten, heilig gesprochenen.

„Auferstehung der Toten und das ewige Leben“ heißt, dass seine Beziehung zu mir nicht aufhört, wenn meine Beziehungsfähigkeit aufhört. Dass ich mit ganz verschiedenen satten Bildern auf abgewischten Tränen, Ruhe und Schönheit, Freundschaft und Party, hoffen darf.

„Amen“ heißt: so wäre es schön, ich hoffe das stimmt, ich lasse mich darauf ein, das wird schon irgendwie.

Kinderfreizeit mit EJ-Fulda

Liebe Kids, liebe Eltern,

auch in diesem Jahr findet wieder eine Kinderfreizeit der Evangelischen Jugend in Fulda statt – und wenn nicht dann wird es eine Ferienaktionswoche geben.

Komm mit!

… und werde WELTentdecker!

Eine erlebnisreiche, spannende und naturnahe WELTentdeckungsreise. Hast DU Lust WELTentdecker zu sein, gemeinsam eine gute Zeit mit vielen anderen Kindern zu haben? Sicher dir schnell einen Platz und KOMM MIT!

Termin: 19.07.-23.07.2021

Ort: „der Jugendhof“ in Bad Hersfeld-Rotenburg

Alter: 8-12 Jahre

Teilnehmerplätze: min. 20/ max.30 Kinder

Preis: 169€ (Early Bird Frühbucherpreis bis 15.03.2020,

danach 179€ bis 15.04.2020 und danach 189€)

Enthaltene Leistungen: Fahrt im Reisebus, Unterkunft,

Vollverpflegung, Programm, Versicherungen, Material

Verantwortlich: Anne-Kathrin Mader und ein ehrenamtliches

Team von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Anmeldeschluss: 31.05.2021

Anmeldung ab sofort:

https://www.ej-fulda.de

Alternativprogramm: Ferienaktivwoche „ Weltentdecker“ rund um Fulda, in dem gleichen Zeitraum, falls es die Pandemielage nicht zulässt auf Freizeit zu fahren. -> Infos folgen dann in diesem Fall!

Freuen uns auf viele alte und neue Gesichter. Das Anne und das Team der Kinderfreizeit 2021

Mit besten Grüßen

Anne-Kathrin Mader