Gemeinsam evangelisch in Fulda

Evangelische Kirche in Fulda in der Corona-Zeit mit neuen Angeboten

Auch wenn alle geplanten Veranstaltungen und Gottesdienste der evangelischen Kirchen in Fulda zur Zeit ausfallen, sind Pfarrerinnen und Pfarrer weiterhin für Sie da. Der Zusammenschluss der evangelischen Kirchen von Fulda, Petersberg, Künzell und Bad Salzschlirf erarbeitet zurzeit Gottesdienste und Andachten mit besonderen Formaten, um weiter in und für den Raum Fulda präsent zu sein. „Wir planen wöchentlich eine Sonntagspredigt online auf unseren gerade eingerichteten YouTube Kanal ‚Gemeinsam evangelisch in Fulda‘ zu stellen“, so Pfarrer Marvin Lange von der Bonhoeffergemeinde Fulda.

Corona update 1

Bis es die Situation wieder zulässt, fallen alle Gottesdienste und andere Versammlungen und Veranstaltungen der Bonhoeffergemeinde aus.

Jedoch: Als Christinnen und Christen wissen wir uns vom Geist Gottes getragen und im Gebet verbunden. 

Glocken rufen zum Gebet        

Auch wenn speziell das Bonhoefferhaus keine Glocken hat, so können diese in Fulda und Petersberg eine Hilfe sein, durch diese Krise zu kommen. Glocken ertönen von vielen Kirchen an jedem Tag, morgens, mittags und abends – so wie es vor Ort üblich ist. Sie laden ein zum persönlichen Gebet.  

Corona-Hilfsnetzwerk

Corona Update 2

Liebe Menschen im Bereich der Bonhoeffergemeinde!

Es gibt Mitbürgerinnen und Mitbürger, die entweder aus freien Stücken oder aus gesundheitlichen Gründen sich von anderen distanzieren oder sogar in Quarantäne müssen. In diesen Zeiten wollen wir zusammenhalten und Hilfe anbieten.

In haushaltsüblichen Mengen kaufen wir für Sie ein oder kümmern uns um Medikamente, wenn Sie dies nicht mehr wollen, können oder dürfen!

Zur Zeit bauen wir ein Hilfsnetzwerk für diese besondere Situation auf, damit in der Not die Alten, Kranken und Schwachen Lebensmittel und Medikamente bekommen.

Bitte melden Sie sich, wenn Sie helfen möchten oder Hilfe brauchen!

Bleiben Sie gesund, Gott schütze Sie!

Pfarrer Marvin Lange

Bonhoeffergemeinde Fulda

Telefon: 0661-65400

Email: bonhoeffergemeinde@ekkw.de

Bildnachweis: medio.tv/Schauderna

Corona aktuell: Keine Gottesdienste und Veranstaltungen

Corona-Virus zwingt zu drastischen Maßnahmen

Nach Empfehlung von Bischöfin Dr. Beate Hofmann sagt der Kirchenvorstand der Bonhoeffergemeinde alle öffentlichen Veranstaltungen der Bonhoeffergemeinde Fulda ab.
Das Ziel aller Maßnahmen ist „Ansteckungsrisiken zu reduzieren“, schreibt Bischöfin Hofmann in einer Pressemitteilung. Wurden vor ein paar Tagen die Gottesdienste von den Absagen noch ausgenommen, gibt sie jetzt den Rat, die Gottesdienste ausfallen zu lassen. Der Kirchenvorstand der Bonhoeffergemeinde wurde von Pfarrer Lange per Mail über die Meldung der Landeskirche (13.3.2020, ca. 13.00 Uhr) informiert und schließt sich der Empfehlung der Landeskirche an.

„Wir stehen an Ihrer Seite!“

Bischöfin richtet Solidaritätsbekundung an muslimische und jüdische Gemeinden

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, hat heute muslimischen und jüdischen Gemeinden in Hessen angesichts der rassistisch-motivierten Morde in Hanau ihre Solidarität ausgesprochen. Sie versicherte ihnen, dass evangelische Christinnen und Christen Rassismus verurteilten und für ein friedliches Zusammenleben einträten. Der christliche Glaube widerspreche rassistischem Denken. Bischöfin Hofmann schloss mit den Worten: „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den betroffenen Familien, Freundeskreisen und Gemeinschaften.“

Die Solidaritätsbekundung im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Im Namen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck möchte ich Ihnen meine Betroffenheit über die rassistisch motivierten Morde in Hanau aussprechen und Ihnen versichern, dass wir als evangelische Christinnen und Christen Rassismus verurteilen und durch unsere kirchliche Arbeit für ein friedliches Zusammenleben in diesem Land eintreten. Unser Glaube widerspricht rassistischem Denken und fördert die Achtung der Würde aller Menschen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den betroffenen Familien, Freundeskreisen und Gemeinschaften.

Wir stehen an Ihrer Seite!

Friede sei mit Ihnen – Salam aleikum – Schalom

Beate Hofmann 

Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Besonderer Gottesdienst am Kirchentagssonntag am 9. Februar um 10.00 Uhr

Gottesdienst auf dem Weg zum 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt am Main 2021

9. Februar 2020, 10.00 Uhr, Bonhoefferhaus Fulda

„schaut hin“ – unter diesem Leitwort aus Markus 6, 38 feiern wir vom 12.-16. Mai 2021 den 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt am Main. Singen, beten, diskutieren – gemeinsam mit mehr 100.000 Menschen jeden Alters, verschiedener Herkunft und Konfession. Am 9. Februar 2020 holen wir uns in unserem Gottesdienst einen Vorgeschmack auf dieses große Fest des Glaubens. Feiern Sie mit!

Zudem wird Markus Hohmann von den Gideons da sein, um auf diese wichtige Arbeit

Andacht zum Monatsspruch Dezember (2019)

„Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen.“ Ps 130,6

Beim Wort Wächter denken wohl die meisten von uns an den Stadtwächter, wie wir ihn von alten Gemälden kennen. Mit der Laterne in der Hand zieht er durch den Ort, um nach dem Rechten zu sehen. Erst im zweiten Moment fallen moderne Bezüge ein: Der Türsteher vor dem Club oder der Diskothek, der Leibwächter eines Politikers, der Nachtwächter in einem Hotel oder einer großen Firma oder im Museum.

Oder sogar Soldaten, die vor einer Kaserne irgendwo in einem Kriegsgebiet Wache halten müssen.

Doch egal ob es die Wächter von damals oder von heute sind: All diese Leute warten in ihrer Nachtschicht auf den Morgen. Und das liegt nicht allein daran, dass am Morgen Wachwechsel ist oder Dienstschluss. Der Morgen steht für mehr: Der Morgen ist der Moment, an dem die Gefahren der Nacht gebannt sind. Danach sehnt sich der Wächter. Die Zeit ist dann vorbei, in der Diebe durch die Straßen huschen, Betrunkene in der Disko Ärger machen oder der Feind geschützt vom Schatten der Nacht einen Überraschungsangriff durchführen kann. Der Morgen steht wortwörtlich für den Anbruch des Tages, für das Licht und die Wärme, das wir zum Leben brauchen. Der Morgen steht sinnbildlich für klares Sehen und Neuanfang.

Wenn der Psalmbeter nun sagt, dass seine Seele mehr auf Gott den Herrn wartet als die Wächter auf den Morgen, dann spricht aus ihm tiefster Glaube. Glaube an den Gott, der noch viel mehr für das Leben einsteht – nämlich Ewiges Leben! – als das erste Morgenlicht nach durchwachter Nacht. Der Psalmbeter sehnt sich nach Neuanfang, nach dem Guten, nach der Teilhabe am Reich Gottes.

Die Adventszeit ist die Zeit im Kirchenjahr, in der wir diese Hoffnung als bereits erfüllt in den Mittelpunkt unseres Redens und Feierns stellen: Gott kommt! Aber er kommt anders als man es vom Allmächtigen erwarten würde. Gott wird in Jesus ein Mensch. Der Neuanfang ist gemacht. Das feiern wir an Weihnachten: Das Kind in der Krippe! Mehr aber noch begreifen wir die Bedeutung dieses neuen Morgens, wenn wir sein Leben weiterverfolgen und von ihm hören als dem Mann am Kreuz und schließlich in seiner Auferstehung.

Advent und Weihnachten bedeuten: Gott kommt dir jetzt ganz nahe. Er kommt jedem Menschen nahe, der sich nicht verschließt. Gott öffnet mit Jesus unsere Herzen, um mit uns gemeinsam zu warten – auf den Morgen als unser Wächter, was immer die Nacht auch für Schrecken bereithalten mag.

Marvin Lange, Fulda

Grußwort Winter 2019/20

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere Landeskirche, die Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), zu der auch die Bonhoeffergemeinde Fulda gehört, hat eine neue Bischöfin. Sie heißt Prof. Dr. Beate Hofmann. An ihr sehen wir, dass Emanzipation und Gleichberechtigung der Geschlechter in unserer Kirche auch auf höchster Ebene zum Alltag gehören. In der evangelischen Kirche dominieren schon lange nicht mehr die Männer, sondern es herrscht tatsächlich Gleichberechtigung.

Zugleich mit der Einarbeitung der neuen Bischöfin wurden überall in der EKKW neue Kirchenvorstände gewählt. Und auch da sieht man: Viele der neuen Gremien sind paritätisch besetzt, in manchen überwiegen sogar die Frauen. Im Bonhoefferhaus heißt es genau: „Halbe-Halbe“. Interessant: Wir haben nicht extra darauf hingewirkt. Es ist mir sogar erst aufgefallen, nachdem sich das Gremium längst konstituiert hatte. Es ist also bei uns ganz selbstverständlich, die Menschen allein nach ihren Qualifikationen auszuwählen (und nicht nach Geschlecht oder Hautfarbe oder Staatsangehörigkeit).

Dass dies nur in einem Klima möglich ist, in dem sich die Männer nicht wie die „Herren der Schöpfung“ aufführen, sondern sich ebenfalls als völlig gleichberechtigt empfinden, versteht sich von selbst.

Doch dass dies erst seit wenigen Jahren so ist, ist eine Peinlichkeit: Seit etwa 2000 Jahren sollte Gleichberechtigung Normalität sein. Das Kind in der Krippe wird später als erwachsener Mann auch die diskriminierenden Schranken der Geschlechter durchbrechen. Wir wissen: Er hatte nicht nur Jünger, sondern zählte auch Freundinnen zu seinem Jüngerkreis.

Es ist an uns jetzt und heute, die letzten Bastionen des Chauvinismus in unserer Gesellschaft zu beseitigen.

Es mag uns darin die etwas paradox anmutende Jahreslosung aus Mk 9,24 helfen:

„Ich glaube — hilf meinem Unglauben!“

Ihnen allen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2020

Ihr

Pfarrer Marvin Lange

Foto: Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann, © medio.tv/schauderna

Der Posaunenchor lädt ein

Fulda. Posaunenchor – das ist kein Fremdwort für Dich? Weil Du vor x Jahren doch auch mal Horn, Trompete, Posaune oder Tuba gespielt hast?  So ganz – das ist wie mit dem Fahrradfahren – verlernt man das ja nicht. Wie wäre es, die Blech-Erinnerungen aufzufrischen? Der „Ansatz“ kommt dann (fast) von alleine. Der Posaunenchor der Evangelischen Gesamtgemeinde Fulda freut sich auf neue Mitwirkende.  Schau doch mal rein oder erkundige Dich telefonisch bei unserem Chorleiter Joachim Enders unter (0661) 5 50 19. Wir proben jeweils freitags zwischen 19.30 und 21 Uhr in Fulda im Evangelischen Zentrum Haus Oranien (Heinrich-von-Bibra-Platz).
posaunenchor-fulda.com/

Festschmaus im Bonhoefferhaus am ersten Advent

Zum Einführungsgottesdienst des neuen Kirchenvorstands der Bonhoeffergemeinde am 1. Dezember 2019 hat sich diese etwas Besonderes einfallen lassen. Nach dem Gottesdienst im Bonhoefferhaus in der Goerdelerstraße 34 in Fulda, der zur Langschläferzeit erst um 11:00 Uhr beginnt, soll ein adventliches Gemeindefest bis in den Nachmittag stattfinden. Neben dem Advents-Basar, auf dem man selbst gebastelte Weihnachtsartikel kaufen kann, der Versteigerung eines Hexenhäuschens und anderen Adventsaktionen für Kinder und Erwachsenen soll es ein gemeinsames Festessen geben. Dazu wurde als Caterer die Metzgerei Fröhlich (Marbach) verpflichtet. Alle Tageseinnahmen sollen der Renovierung der Küche im Bonhoefferhaus zugutekommen. Das Essen wird zum Selbstkostenpreis angeboten, Kinder bis zwölf Jahren essen sogar kostenlos.

Fotos: privat