Impfaktion fällt aus!

Die Impfaktion findet mangels Impfwilligen leider nicht statt. Es sind nun 5 Personen, die am Samstag, dem 01.08.2021 von der AWO ins Impfzentrum begleitet werden. Mitarbeiter der AWO werden sich den Tag über bereit halten, weitere Impfwillige hinrunter zu fahren.
Plakate am Bonhoefferhaus werden darauf hinweisen.

Ich bedauere es sehr, dass wir diese sozial-diakonische Aufgabe nun doch nicht durchführen können; es ergibt aber keinen Sinn, sie zu machen, wenn diese in der Bevölkerung nicht angenommen wird.

Gemeindebrief sucht Austräger

Bitte um Unterstützung – vor allem in Marbach

Wir suchen in und für Marbach Menschen, die gerne spazieren gehen und sich dabei auch noch ein bisschen nützlich machen wollen!

„Gemeinsam evangelisch“ heißt das neue Gemeindemagazin der Bonhoeffergemeinde, Christuskirche, Kreuzkirche, Lutherkirche und Christophoruskirche Künzell und der evangelischen Kirchengemeinde Petersberg. Im Mittelpunkt des Hefts stehen die vielfältigen Gruppen und Angebote der evangelischen Kirchengemeinden.

Wer kann und möchte uns helfen, dieses Magazin zu den Menschen zu bringen, die Informationen noch nicht per Internet bekommen können oder wollen und lieber ein richtig tolles informatives Heft in der Hand halten? Es ist wirklich nicht viel Arbeit, da wir die Straßen unter vielen Helfern gut aufteilen können, sodass am Ende jeder nur zwei oder drei Straßen machen muss, bestenfalls auch seine eigene. Und es wird auch nicht jedes Haus bedient, sondern nur die gemeldeten „evangelischen Haushalte“.

Und das Ganze nur viermal im Jahr!

Bitte meldet Euch, Ihr tut damit einen wirklich guten wichtigen Dienst! Einfach 0661 65400 Pfarrbüro anwählen oder eine Email an bonhoeffergemeinde et ekkw. de

DANKE!

Campingstuhl statt Kanzel

Bonhoffergemeinde und Evangelische Kirche Petersberg feierten gemeinsamen Open-Air-Gottesdienst zum Ferienbeginn

Fulda/Petersberg – Mit einem gemeinsamen Open-Air-Gottesdienst im Garten des Bonhoefferhauses starteten die evangelische Bonhoffergemeinde und die evangelische Kirchengemeinde Petersberg am 18. Juli die Sommerferien. Die Einladung der beiden Gemeinden zum „Sunshine-Gottesdienst“ hatte nicht zu viel versprochen: bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein feierten rund 70 Gläubige auf Stühlen und Picknickdecken im Garten des Bonhoefferhauses. Nicht nur das Wetter sorgte für Urlaubsgefühle: die mitgebrachten Requisiten wie eine Trittleiter und Camping-Stühle sorgten dafür, dass bei der Dialog-Predigt von Pfarrer Marvin Lange und Pfarrer Christian Pfeifer keine Langeweile aufkam.

Auf kurzweilige Art brachten die beiden Pfarrer den Gottesdienstteilnehmern die biblische Geschichte von Zachäus näher. Wie der kleine Zöllner auf einen Baum geklettert war, um Jesus zu sehen, führten die Kindergottesdienstkinder bei einem Singspiel vor. „Es lohnt sich, mal eine andere Perspektive einzunehmen, um Jesus kennenzulernen,“ führte Pfarrer Lange in seiner Predigt aus. Aus der Bibel könne man erfahren, was Jesus gesagt und getan habe und was ihm wichtig gewesen sei. Durch die Begegnung mit Jesus habe Zachäus seine Einstellung zum Leben geändert, sagte Pfarrer Pfeifer. „Aus dem größten Spitzbuben wurde ein Mensch, der sich für andere einsetzt. Zachäus gab die Hälfte seines Vermögens für Arme und erstatte das ergaunerte Geld zurück,“ so Pfarrer Lange. Es gelte herauszufinden, welche Beziehung man selbst zu Jesus habe, forderte Pfarrer Pfeifer die Gottesdienstbesucher auf. Die Geschichte von Zachäus diene als Beispiel dafür, wie man sich aus seiner Selbstbezogenheit lösen und sich für andere einsetzen könne, so die Essenz der Dialogpredigt. 

Die Geschichte des Zöllners wurde aus immer neuen Perspektiven beleuchtet. Um zu demonstrieren, wie der Blick von oben die Sicht auf die Dinge ändern kann, erklomm Pfarrer Pfeifer eine Leiter. Kurz darauf saßen beide Pfarrer schon wieder entspannt auf den Campingstühlen. Die beiden Geistlichen brachten auch die Gottesdienstteilnehmer auf vielfältige Weise in Bewegung. Immer wieder galt es aufzustehen, zu singen und zu klatschen und mit dem Sitznachbarn Kontakt aufzunehmen. Bei dem Kindergottesdienst-Klassiker „Einfach spitze, dass Du da bist“ hielt es schließlich niemanden mehr auf den Stühlen. Unter der musikalischen Begleitung von Michaela Jünemann sangen und klatschten alle begeistert mit.

Für Freude sorgte auch die Aufnahme eines neuen Mitglieds in die Kirchengemeinde Petersberg. Richard Höpfner, der aus der evangelischen Kirche ausgetreten war, wurde von Pfarrer Pfeifer wieder in die evangelische Kirche aufgenommen. Für den 31. Juli kündigte Pfarrer Lange eine Impfaktion im Bonhoefferhaus an. Von 9 bis 18 Uhr werde im Gemeindehaus der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft. Die Impfaktion richte sich unbürokratisch an alle, die noch keine Gelegenheit hatten, sich anderweitig impfen zu lassen.

Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher kommen beim Open-Air-Gottesdienst im Garten des Bonhoefferhauses in Bewegung.

vlnr. Dialogpredigt von Pfarrer Christian Pfeifer und Pfarrer Marvin Lange zu Beginn der Sommerferien.

Das Pfarrer-Duo Marvin Lange und Christian Pfeifer auf Camping-Stühlen statt auf der Kanzel

Bericht und Fotos: Claudia Pfannemüller

Kooperativ und mit Ausstrahlung

Synodale diskutierten über Zukunft der evangelischen Kirche 

Fulda – Über neue Perspektiven für die Weiterentwicklung der evangelischen Kirche tauschten sich am Samstag 72 Synodale aus den 27 Gemeinden des evangelischen Kirchenkreises Fulda aus. Dass sich in den kommenden Jahrzehnten vieles verändern wird, steht fest. „Für die Zukunft unseres Kirchenkreises ist es wichtig, einen Beitrag zum gesamtkirchlichen Diskussionsprozess zu leisten,“ sagte der Vorsitzende der Synode, Andreas Maraun. Das digitale Treffen ermöglichte den Austausch der Synodalen zum laufenden Reformprozess der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Pröpstin Katrin Wienold-Hocke stellte Überlegungen zum Grundauftrag der Kirche vor. Auf die Frage: „Wozu ist die Kirche da?“ gab die Pröpstin eine eindeutige Antwort: Die Kommunikation des Evangeliums sei die erste und wichtigste Aufgabe der Kirche. Gelungene Kommunikation sei ein wechselseitiger Prozess, bei dem es nicht nur ums Verkündigen ginge, sondern zunächst einmal um das genaue Hinhören auf die Bedürfnisse der Menschen.

Die frohe Botschaft von der Liebe Gottes könne auf verschiedene Weise vermittelt werden. Direkt über Predigten aber auch indirekt über die Atmosphäre eines Kirchenraums. Kirche biete vielfältige Gemeinschaftserfahrungen, etwa in Jugendgruppen oder Seniorennachmittagen. Eine weitere Grundaufgabe sei auch die diakonische Arbeit als direkte Hilfe in schwierigen Lebenslagen. Entscheidend sei, dass die Grundaufgaben der Kirche weiter wahrgenommen würden, auch wenn einzelne Arbeitsbereiche wegfielen, sagte Pröpstin Wienold-Höcke. Dazu gehöre auch, die christliche Stimme in der Gesellschaft zu erheben.

„Wie müssen wir als Kirche in Zukunft arbeiten?“ Kooperation spiele hierbei die zentrale Rolle, sagte die Pröpstin. Zusammen gehe mehr als allein, das gelte für Kooperationsräume ebenso wie für die ökumenische Zusammenarbeit. Kirche könnte Kommunen, Vereine und Schulen als Kooperationspartner in den Blick nehmen. Der Kontakt zu Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren sollte intensiviert und die sozialraumorientierte Arbeit gefördert werden. Beim Blick auf die Nachhaltigkeit des eigenen Tuns sollten die Auswirkungen auf die nächste Generation bedacht werden. Künftige Veränderungen müssten Kooperation stärken, Kontaktflächen bieten, motivieren, Ausstrahlung fördern und nachhaltig sein.

Nach einer Diskussion in Kleingruppen formulierten die Fuldaer Synodalen eigene Wünsche und Anforderungen an den gesamtkirchlichen Prozess. Die Vorschläge reichten von der Bildung von multiprofessionellen Teams, der Zusammenlegung von Ressourcen auf landeskirchlicher Ebene bis hin zur Stärkung der Präsenz in der Öffentlichkeit. Bei allen Veränderungen sollte die Überforderung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden möglichst vermieden werden.  Neben visionären Gedanken nahmen die Synodalen auch die Wertschätzung des Vorhandenen in den Blick, wie etwa eine größere Würdigung der Kirchenmusik und die Präsenz und die Kontakte von Kirchengemeinden vor Ort.

Kirchenkreisamtsleiter Uwe Bornscheuer erklärte den Synodalen die Auswirkung der neuen Finanzverfassung, die ab 2022 gelte. Das Zuweisungssystem sei vereinfacht und verschlankt worden. Während die Grundzuweisung für den Kirchenkreis von ‪615.000‬ auf ‪674.000‬ Euro gestiegen sei, seien einige Gemeinden und Verbände von Kürzungen betroffen. Künftig sei der Kirchenkreis verpflichtet, einen Fond für Finanzhilfen zu errichten.

Pfingsten ist Begeisterung

Pfingstvideo von Gemeinsam Evangelisch will be-geistern!

Pfingsten ist Begeisterung! Dieses wunderbare Video von Gemeindegliedern und Pfarrern von „Gemeinsam Evangelisch in Fulda“ lege ich Ihnen ans Herz. Nehmen Sie etwas mit von der Fröhlichkeit und Begeisterung dieser Menschen:

https://www.youtube.com/watch?v=sZlyzXgIDsI

Zudem: Das Bonhoefferhaus wagt den Neustart: Herzlich lade ich Sie ein, am morgigen Pfingstsonntag zu unserem ersten Gottesdienst nach fünf Wochen Corona-Pause zu kommen. Es sind noch Plätze frei! Im Gottesdienst erleben wir, was der Mythos vom Turmbau zu Babel mit heutigen Luftschlössern zu tun hat, wir feiern coronakonformes Abendmahl und das neue Kirchenvorstandsmitglied Hans-Volker Hoffmann wird in sein Amt eingeführt.

Damit die Kleinen und ihre Familien nicht zu kurz kommen, gibt es natürlich auch wieder den Kindergottesdienst!

Um unserem Gottesdienstteam den Start zu erleichtern würden wir uns freuen, wenn Sie sich online zu dem Gottesdienst anmelden: https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/

Und: Unsere Bischöfin hat uns allen einen Brief geschrieben. Mutmachend und nach vorn blickend ist darin Bischöfin Hofmann gestimmt – aber lesen Sie selbst:

Ich freu mich aus Sie!

Bleiben Sie begeistert,

Pfarrer Marvin Lange

Pfingstsonntag mit Gottesdienst-Neustart!

Der selbst auferlegte Lockdown des Kirchenvorstandes unserer Kirchengemeinde geht dem Ende entgegen, denn die Inzidenzwerte in Fulda und hessenweit sinken und sinken und sinken. So laden wir ein zum gottesdienstlichen Neustart im Bonhoefferhaus zu Pfingsten am 23.05.2021 um 10.00 Uhr zu kommen.

Es wird anders sein als geplant: Da die Konfirmation auf den September verlegt wurde, wird im Bonhoefferhaus das dritte Hochfest der Kirche (nach Ostern und Weihnachten) als besonderer (und coronakonformer!) Abendmahlsgottesdienst begangen.
Melden Sie sich dazu doch hier an: https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/

Auch wenn die Konfirmation verlegt wurde: Unsere Konfis waren fleißig und haben für ihren Vorstellungsgottesdienst Videos produziert. Die neun besten wurden im Rahmen einer Oskarverleihung prämiert. Das dazugehörige Video finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=o6AF1PGV0rk

Seien Sie herzlich von uns gegrüßt und positiv für die Zukunft gestimmt,

Pfarrer Marvin Lange

Ökumenische Graffiti-Kunst in der Sternenstadt Fulda

Kirchen setzen Hoffnungszeichen mit der Kunstaktion #beigottbrenntlicht

Menschen lieben Sternenhimmel. Wie Sterne zum Zeichen der Hoffnung werden können, ist Thema der ökumenischen Kunstaktion #beigottbrenntlicht, die vom 22. Mai bis 5. Juni künstlerische Akzente in Fuldas Stadtbild setzen wird.

Zu einer besonderen Kunstaktion laden die evangelischen und katholischen Kirchen in Fulda ab dem 22. Mai ein. Im Vorfeld der Pfingstfeiertage werden an markanten Orten der Innenstadt vier eindrückliche Graffiti-Kunstwerke in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der Diakonie Hessen sowie dem Bistum Fulda umgesetzt. Inspiration für die Arbeit war ein Zitat des französischen Schriftstellers Jules Renard: „Sterne: Bei Gott brennt Licht!“.

Dieses Motto hat der Street-Art-Künstler und Pädagoge Mika Springwald in vier eindrückliche Graffiti-Kunstwerke umgesetzt. An exponierten Plätzen der Stadt werden die Graffiti-Wände zu sehen sein, die von dem Künstler exklusiv für den jeweiligen Ort geschaffen wurden: am Bahnhof, im Kneipenviertel, im Schlossgarten und am Bonifatius-Denkmal. „Die Corona-Pandemie bringt so viel Dunkelheit mit sich, dass wir in Familie, Gesellschaft und Kirche helle Momente brauchen,“ sagt Mika Springwald. „Das gemeinsame Betrachten der Sterne lädt dazu ein, nach oben und nach vorne zu schauen“, so der Künstler.

Die Graffitis zeigen Menschen, die den Sternenhimmel aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Um Passanten an der Aktion zu beteiligen, werden in der Stadt Karten mit Aufklebe-Sternen verteilt. Die Sterne bieten Menschen die Möglichkeit, sich Corona-konform an der Kunst-Aktion zu beteiligen, erklären Pfarrerin Imke Leipold und die Referentin für Citypastoral Bernadette Wahl. In den evangelischen und katholischen Kirchen werden weitere Klebesterne zu finden sein. Jeder und jede kann bei einem Gang durch die Stadt einen Klebestern auf ein Graffiti kleben. Am Ende ergibt sich daraus ein leuchtender Sternenhimmel.

Die Stadt Fulda engagiert sich seit 2019 als erste offizielle deutsche „Sternenstadt“ für einen klaren Blick in den Nachthimmel. In der Vorbereitung auf den Hessentag in Fulda hatten die evangelische und die katholische Kirche und die Diakonie Hessen das Thema „Sternenstadt Fulda“ aufgegriffen. „Wir wollen die Ergebnisse der guten ökumenischen Zusammenarbeit sichtbar machen – auch wenn der Hessentag in Fulda nicht stattfindet,“ sagt Pfarrer Dieter Dersch, Hessentagsbeauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Im Rahmen der Aktion wird am Pfingstmontag um 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit Dechant Stefan Buß, Dekan Bengt Seeberg und Pfarrerin Anke Mölleken im Bischofsgarten stattfinden.

Foto: Mika Springwald

In Notsituationen fällt das Abstandhalten schwer

Als Verantwortlicher für die Polizei- und Notfallseelsorge im evangelischen Kirchenkreis Fulda ist Pfarrer Dr. Michael Grimm erleichtert über das Impfangebot an seine Berufskollegen. Nun können Seelsorgerinnen und Seelsorger wieder unbeschwerter erste Hilfe für die Seele leisten.

Landkreis Fulda – Wenn das Handy klingelt und zum Einsatz ruft, bleibt Pfarrer Dr. Michael Grimm nur wenig Zeit. Neben seiner Rettungsweste muss der Notfallseelsorger auch an den Mund-Nasen-Schutz denken. In der Regel wird er gerufen, wenn plötzlich der Tod ins Leben tritt. Bei Unfällen, Suiziden und plötzlichen Todesfällen ist die Notfallseelsorge Teil der Rettungskette und wird auf Anforderung des Einsatzleiters von der Zentralen Leitstelle alarmiert. Der evangelische Pfarrer ist dann zur Stelle, wenn es darum geht, Menschen in einer Notsituation beizustehen. Etwa, wenn ein Verkehrsunfall tödlich verläuft und die Polizei eine Todesnachricht zu überbringen hat. Er geht dann mit den Polizisten mit und stellt sich vor: „Ich bin Notfallseelsorger und ich bin jetzt für sie da.“ Seine Arbeit beginnt meist dann so richtig, wenn die Polizei wieder geht. „Überraschend mit dem Tod eines Angehörigen konfrontiert zu werden, gehört wohl zu dem Schlimmsten, was einem Menschen passieren kann.“ Da sei es vor allem wichtig, da zu sein und die Betroffenen zu stabilisieren. „Meine Aufgabe ist es, wieder Struktur in den Alltag zu bringen und Unterstützung von Freunden oder Verwandten zu organisieren.“ Oft erhalte er nach einem Einsatz die Rückmeldung: „Es war so wichtig, dass Sie da waren.“

In der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des Landkreises Fulda arbeiten evangelische und katholische Seelsorger Hand in Hand mit einem Kriseninterventionsteam. In der ersten Phase der Corona-Pandemie wurde die Notfallseelsorge zunächst ausgesetzt. Im Herbst letzten Jahres wurde der Dienst dann wieder aufgenommen, mit den nötigen Abstands- und Hygieneregeln. Manchmal gerieten die Helfer dabei selbst in eine schwierige Lage: „In Notsituationen fällt das Abstandhalten schwer,“ sagt Pfarrer Dr. Grimm, „etwa, wenn Angehörige und Freunde in einer kleinen Wohnung zusammenkommen, weil ein Kind vermisst wird.“ Mittlerweile sind die meisten Notfallseelsorger geimpft. Michael Grimm freut sich, nach der Impfung seinen Dienst wieder ausüben können, ohne ständig darauf achten zu müssen, sich selbst und andere vor Ansteckung zu schützen. Grimm ist überzeugt, dass die Notfallseelsorge einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft leistet. Sie komme nicht nur Kirchenmitgliedern zu Gute, sondern allen Betroffenen: „Wir sind rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr für Menschen in Notsituationen da.“ Der Umgang mit Sterben, Tod und Trauer werde in unserer Gesellschaft häufig tabuisiert, bemerkt Grimm. In diesem Bereich sei die Kirche besonders gefragt, und deshalb hat die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ihre Pfarrerinnen und Pfarrer zur Mitarbeit in der Notfallseelsorge verpflichtet. „Die Menschen nehmen sehr dankbar zur Kenntnis, dass jemand von der Kirche in schweren Stunden für sie da ist.“

Michael Grimm hat einen Dienstauftrag für die Polizei- und Notfallseelsorge im evangelischen Kirchenkreis Fulda. Durch seine jahrelange Arbeit als Klinikseelsorger habe er gelernt, professionell mit Belastungssituationen umzugehen. Trotzdem brauche er nach manchen Einsätzen selbst Zeit, das Erlebte zu verarbeiten. Etwa, wenn es um den Tod von Kindern geht oder wenn nach Suiziden Kinder zurückbleiben. „Das geht natürlich nicht spurlos an mir vorüber,“ berichtet er. Und was ist, wenn Polizisten und Einsatzkräfte selbst Beistand benötigen? Nach einem Einsatz können auch sie mit den Notfallseelsorgern über belastende Eindrücke sprechen. „Das wird auch immer wieder in Anspruch genommen“, sagt Grimm.  

BU: Notfallseelsorger Pfarrer Dr. Michael Grimm auf dem Weg zu einem Einsatz: die Weste ist Erkennungsmerkmal der psychosozialen Notfallversorgung des Landkreises Fulda. (Foto: Sandra Jost)

Evangelische Gottesdienste von Gründonnerstag bis Ostermontag

Fulda, Petersberg und Künzell

Fulda – Die evangelischen Kirchengemeinden in Fulda und der Region werden ihre Gottesdienste in diesem Jahr sowohl mit corona-konformen Gottesdiensten als auch mit fantasievollen Alternativangeboten feiern. Die Entscheidungen über die Form der Gottesdienste werden von den Kirchenvorständen der jeweiligen Gemeinden getroffen. An Karfreitag um 15 Uhr und am Ostersonntag um 10 Uhr werden die evangelischen Kirchengemeinden in Fulda und der Region gemeinsam die Glocken läuten. Die evangelischen Kirchengemeinden bieten von Gründonnerstag bis Ostermontag vielfältige Angebote: Von Präsenzgottesdiensten, einer Gottesdienstwanderung, einem Ostergarten, Ostereiersuchen für Familien und ökumenischen Freiluftgottesdiensten bis hin zum Abendmahl am Telefon und einer Radioandacht auf HR2. Einige Gemeinden verschicken Anregungen für Haus-Ostergottesdienste an ihre Mitglieder, andere packen Ostertüten für Kinder und Familien. Daneben wird es zahlreiche Online-Angebote, Zoom-Gottesdienste, Live-Streams und Videos auf dem YouTube Kanal Gemeinsam evangelisch in Fulda geben. In dem meisten Gemeinden ist eine telefonische bzw. eine Online-Anmeldung zum Gottesdienst erforderlich. Kurzfristige Änderungen aufgrund der Entwicklung des Infektionsgeschehens sind möglich.

Die Bonhoeffergemeinde und die Ev. Kirchengemeinde Petersberg feiern an Gründonnerstag im Bonhoefferhaus um 18 Uhr einen Gottesdienst mit corona-konformem Abendmahl. An Karfreitag findet in der Johanneskirche Petersberg um 10 Uhr ein Gottesdienst mit dem Johannesquintett statt. Im Bonhoefferhaus findet um 15 Uhr ein Gottesdienst zur Todesstunde Jesu statt. Am Ostersonntag findet um 6 Uhr morgens im Bonhoefferhaus eine liturgische Feier der Osternacht statt. Um 10 Uhr gibt es einen Ostergottesdienst im Bonhoefferhaus. Im Garten hinter der St. Johanneskirche Petersberg findet um 10 Uhr ein musikalischer Ostergottesdienst für Familien statt (bitte Sitzgelegenheit mitbringen). Am Ostermontag wird um 9 Uhr an der Paul-Gerhardt-Kapelle in Petersberg ein Abendmahlsgottesdienst gefeiert (Brot und Trauben bitte mitbringen). Für die Gottesdienste der Bonhoeffergemeinde wird um Anmeldung auf der Seite https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/gebeten. Online-Angebote: Am Gründonnerstag wird ein Video zum Thema Abendmahl zu sehen sein, der Karfreitagsgottesdienst um 10 Uhr kann als Live-Stream auf dem YouTube Kanal Gemeinsam evangelisch in Fulda unter folgendem Link mitverfolgt werden:  https://youtu.be/VBxi4N9162M

Die Christuskirche macht das Ostergeschehen mit einem Ostergarten in und um die Kirche erlebbar. 22 Stationen laden täglich von 9 bis 17 Uhr zum Mitmachen und Innehalten ein. Der Ostergarten kann ab sofort bis zum 11. April besichtigt werden. Am Gründonnerstag findet um 19 Uhr ein Gottesdienst mit Abendmahl statt.  Zusätzlich bietet die Christuskirche an Gründonnerstag ein Telefonabendmahl an. Pfarrerin Koch-Zeißig und Pfarrer Jörg Scheer feiern nach Anmeldung und individueller Terminvereinbarung in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr das Abendmahl am Telefon. Anmeldung unter Tel. 0661/48049931. Am Karfreitag findet um 15 Uhr ein Gottesdienst zur Sterbestunde Jesu mit der Kantorei statt. Am Ostersonntag wird um 10 Uhr ein Festgottesdienst gefeiert, am Ostermontag um 10 Uhr gibt es einen Gottesdienst mit Kindersegnung. Für alle Gottesdienste ist eine Anmeldung auf https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/ nötig. Online-Angebote: Am Gründonnerstag findet um 23 Uhr eine Live-Andacht auf dem Instagram-Kanal des Ökumenischen Kirchentag statt. Der Gottesdienst am Ostersonntag kann um 10 Uhr als Live-Stream auf dem YouTube-Kanal Gemeinsam evangelisch in Fulda unter folgendem Link mitverfolgt werden: https://youtu.be/ipz-zJD4N-k

Die Lutherkirche Fulda und Christophoruskirche Künzell haben in der Osterzeit ein besonderes Angebot für Kinder: auf dem Außengelände der Lutherkirche gibt es eineOsterbildergeschichte zum Anschauen. Am Gründonnerstag ist die Christophoruskirche Künzell von18 Uhr – 19.30 Uhr zum Abendsegen geöffnet. Am Karfreitag findet um9.30 Uhr ein Gottesdienst in der Lutherkirche und um 11 Uhr ein Gottesdienst in der Christophoruskirche statt. Am Ostersonntag wird um 11 Uhr ein Gottesdienst in der Lutherkirche gefeiert; am Ostermontag um 11 Uhr ein Gottesdienst in der Christophoruskirche. Für alle Gottesdienste ist eine Anmeldung erforderlich unter https://gemeinsamevangelisch.church-events.de/ Online-Angebote: Die Gemeinde feiert an Karfreitag um15 Uhr einen Zoom-Gottesdienst. Die Zugangsdaten sind zu finden auf der Seite www.lutherkirche-fulda.de. Ein Video-Gottesdienst aus der Christophoruskirche wird ab Ostersonntag auf dem YouTube-Kanal Gemeinsam evangelisch in Fulda zu sehen sein.

Die Kreuzkirche macht an Ostern besondere Angebote für Kinder und Familien. Kinder können sich Ostertütenmit Spiel-Bastelideen, Rezept und Trockenhefe für Osterbrot an der Kreuzkirche abholen. Für Familien gibt es eine Tüte fürs Osterfrühstück. An Karfreitag feiert die Kreuzkirche um 10 Uhr Gottesdienst. Anmeldung unter: https://www.eventbrite.de/e/gottesdienst-am-karfreitag-tickets-143565792149  Am Ostersonntag lädt die Gemeinde um 11.00 Uhr insbesondere Familien mit Kindern zum Gottesdienst ein. Geplant ist nach dem Gottesdienst außerdem ein corona-gerechtes Ostereiersuchen rund um die Kreuzkirche. Anmeldung unter:  https://www.eventbrite.de/e/gottesdienst-am-ostersonntag-tickets-143566919521 Am Ostermontag findet ein Gottesdienst um 10 Uhr statt. Anmeldung: https://www.eventbrite.de/e/gottesdienst-am-ostermontag-tickets-143567146199.

Versöhnungskirche und Matthäuskirche: In der Versöhnungskirche wird am Gründonnerstag um 19.00 Uhr ein Gottesdienst gefeiert, Karfreitag um 10 Uhr und um 15 Uhr, am Ostersonntag 10 Uhr und um 18 Uhr und am Ostermontag um 10 Uhr. Im Kirchgarten der Matthäuskirche am Trätzhof finden an folgenden Tagen Open-Air-Gottesdienste statt: Karfreitag um 10 Uhr Ostersonntag um 5.30 Uhr und Ostersonntag um 10 Uhr. Besucher:innen werden gebeten, eine Sitzgelegenheit mitzubringen.  Für die Gottesdienste der Versöhnungskirche-Matthäuskirche ist eine telefonische Anmeldung erforderlich unter 0661/52690 (sprechen Sie gern auf den Anrufbeantworter). Radio-Andacht auf HR2: Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig wird am Ostermontag von 7.30 Uhr bis 8 Uhr zum Thema “Nachfolge – Auf den Spuren Jesu” im Radio zu hören sein.

Foto: Medio.tv/schauderna