Kommentar zum Flaggen-Diebstahl

von Pfarrer Marvin Lange

Fulda Ziehers-Nord – In der sogenannten Hexennacht auf den 1. Mai wurde der Bonhoeffergemeinde die schöne, neue Friedensfahne gestohlen. Zunächst vermuteten die meisten einen Hexenstreich und erwarteten, dass die Fahne an irgendeinem Baum oder Fahnenmast hängen würde (oder sie zurückgebracht werden würde), aber diese Erwartung wurde nicht erfüllt. Stattdessen habe ich bei der Polizei Anzeige erstattet und auch darauf hingewiesen, dass ich ein politisches Motiv hinter der Tat vermute. Bestärkt wurde diese Vermutung, als einige Tage später auch noch das große Gewebe-Plakat vor dem Bonhoefferhaus mit der Aufschrift „Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34,15) zum Teil herabgerissen wurde. Zeitgleich mehrten sich im Internet (auf Facebook) Stimmen, dass „die Kirche“ in politischen Fragen schweigen solle und das ja ohnehin „bloß eine Homo-Fahne“ sei. Die Behauptung, das Begehen einer Straftat (Diebstahl) sei „bloß“ ein „Zeichen“ gegen die LGBTQ-Community, bestärkt mich noch mehr in der Annahme: Das war ein politisches Statement für Putins Krieg oder/und gegen Homosexuelle und andere Lebensformen.

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Kontaktprogramm für Flüchtlinge aus der Ukraine gestartet

Orte des Austauschs auch für Gastfamilien

Evangelische Kirchengemeinden bieten Treffpunkte für geflüchtete Familien an

Fulda/Petersberg – Mittlerweile haben Geflüchtete aus der Ukraine überall im Landkreis Fulda Obdach gefunden. Um ein bisschen Normalität in den Alltag von geflüchteten Familien zu bringen, haben drei evangelischen Kirchengemeinden Familientreffs zum Austausch, zur Beratung und für die Kinderbetreuung eingerichtet. „Geflüchtete Familien benötigen Unterstützung beim Ankommen und Einleben,“ sagt Simone Möhring von der Diakonie Fulda.

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Friedensfahne der evangelischen Bonhoeffer-Kirchengemeinde gestohlen

Fulda – Die evangelische Bonhoeffer-Kirchengemeinde in der Goerdelerstraße in Ziehers-Nord vermisst seit dem Wochenende ihre Friedensfahne mit der Aufschrift „Pace,“ dem italienischen Wort für Frieden. Die Pace-Regenbogenfahne zeigt den umgekehrten Farbverlauf eines Regenbogens und wurde von der Kirchengemeinde als Symbol gegen den Krieg in der Ukraine gehisst. Marvin Lange, der Pfarrer der Bonhoeffer-Kirchengemeinde, ist verärgert über den Verlust der Fahne, die an einem Fahnenmast auf dem Kirchengelände hing: „Dass jemand vor einer Kirche eine Fahne des Friedens klaut, finde ich schon ziemlich perfide,“ sagt er. „Und dabei ist es mir beinahe schon egal, ob es ein dummer Hexenstreich war oder das Stehlen in politischer Absicht geschah, weil ich mich in Aussagen bereits deutlich gegen Putins Krieg gewandt habe,“ sagt Pfarrer Lange. Der Gemeindepfarrer hofft, dass er die Flagge unbeschädigt zurückbekommt. „Am liebsten würde ich mit den Dieben darüber in aller Ruhe sprechen“, so Lange. Die Anzeige bei der Polizei würde in diesem Fall zurückgenommen. Findern der Friedensfahne winke ein kleiner Finderlohn, verspricht Pfarrer Lange.

Führung durch das jüdische Fulda

Donnerstag, 19. Mai 2022
10:00 h – 12:30 h
Treffpunkt: Alte Synagoge (Am Stockhaus)
Rundgang zu Stätten der jüdischen Geschichte in Fulda
Anschließend (ab ca. 11:00 h): Führung und Gespräch in der Synagoge (Von-Schildeck-Strasse / Ecke Rangstrasse)

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Männliche Teilnehmende werden gebeten, nach Möglichkeit eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Verantwortlich: Jüdische Gemeinde Fulda in Kooperation mit dem Evangelischen Arbeitskreis Christen – Juden in Kurhessen-Waldeck

Foto: Reinhard Grieger  / pixelio.de

„Kirchliche Räume zu Schutzorten machen“

Synode des Evangelischen Kirchenkreises Fulda beschließt Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt und erweitert Stellenplan in der Kinder- und Jugendarbeit

Fulda – Auf den Weg zu einem Schutzkonzept gegen Sexualisierte Gewalt machte sich die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Fulda in ihrer gestrigen Tagung, die pandemiebedingt erneut digital stattfand. Sexuelle Übergriffe kämen auch in der evangelischen Kirche vor und hinterließen bei den Betroffenen lebenslange Spuren, sagte Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, die sich in einer Videobotschaft an die Synodalen wandte. „Das geht nicht in unserer Kirche der Nächstenliebe!,“ so die Pröpstin. Auch die Worte des Beauftragten für den Schutz vor sexualisierter Gewalt der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck (EKKW), Pfarrer Dr. Thomas Zippert, ließen aufhorchen: Sexualisierte Gewalt sei das am stärksten wachsende Feld der Kriminalität und ein gesamtgesellschaftliches Problem, dem sich auch die Kirche stellen müsse.

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„Wir taufen draußen“ – Evangelische Kirchengemeinden feiern im Juli vier Tauffeste im Freien

Fulda/Region – Die evangelischen Kirchengemeinden des Kooperationsraums Fulda Mitte laden am ersten Juliwochenende zu vier Tauffesten unter freiem Himmel ein. „Wir planen vier fröhliche Open-Air-Gottesdienste: auf dem Gelände des Kanu-Clubs, am Aueweiher, im Kirchgarten am Trätzhof und im Schwimmbad in Petersberg,“ sagen die Pfarrerinnen und Pfarrer. Dazu können sich Interessierte ab sofort anmelden. 

Ausstellung im Bonhoefferhaus

Verehrt – verfolgt – vergessen: Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München

Fulda – Die Wanderausstellung „verehrt – verfolgt – vergessen: Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München“ ist bis zum 10. März in der Bonhoeffergemeinde Fulda zu sehen. Am Donnerstag, 10. März um 19:30 Uhr führt Wolfgang Hengstler, der Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Fulda e.V. durch die Ausstellung im Bonhoefferhaus, Goerderlerstraße 34, in Fulda.

Die Wanderausstellung des FC Bayern Museums ist in Kooperation mit der Evangelischen Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau entstanden. Im Mittelpunkt stehen über 56 Vereinsmitglieder, die aus religiösen oder politischen Gründen fliehen mussten oder deportiert wurden. Ihr Weg wird auf einer Weltkarte dargestellt. Neun Biographien, darunter die der Ehrenpräsidenten Kurt Landauer und Siegfried Herrmann, werden ausführlich beleuchtet. Sichtbar wird dabei auch die Rolle, die der FC Bayern zu dieser Zeit eingenommen hat.

Hilfe für die Ukraine

Die erschütternden Nachrichten aus der Ukraine und die vielen Berichte und Bilder von Menschen auf der Flucht machen uns alle betroffen und wecken das Bedürfnis zu helfen.

Wir sind als Bonhoeffergemeinde momentan in der Situation, dass wir keine Sachspenden sammeln. Es fehlt die nötige Logistik, außerdem ist die Gefahr sehr groß, dass durch die Vielzahl der Einzelinitiativen wichtige Kanäle blockiert und Kapazitäten gebunden werden, die anderweitig effizienter eingesetzt werden könnten. Lediglich wenn direkte Partnerschaften vor Ort bestehen, von diesen Partnern konkrete Artikel wie Medikamente oder Hygieneprodukte angefragt werden und der Transport sichergestellt ist, können Sachspenden im Einzelfall hilfreich sein.

Generell kann gesagt werden, dass die Menschen vor Ort derzeit am meisten von Geldspenden profitieren. Von direkter Geldunterstützung in die Ukraine wird aber ebenfalls abgeraten, da die Güterversorgung im Land sehr ungewiss ist.

Die Diakonie Katastrophenhilfe (DKH) hat einen Soforthilfe-Fonds (IBAN siehe unten) eingerichtet, mit dessen Hilfe ihre lokalen Partnerorganisationen schnell und unbürokratisch Hilfe leisten können. So ist sichergestellt, dass die Hilfsgüter den genauen Bedarf treffen und den Verhältnissen in der Region sowie den Gewohnheiten der Menschen entsprechen. Die DKH ist bereits seit 2014 im Osten der Ukraine aktiv und verfügt daher über ein gutes lokales Partnernetzwerk.

Spendenkonto:

Diakonie Katastrophenhilfe
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
Stichwort Ukraine-Krise Online-Spende: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

In welchem Umfang Menschen aus der Ukraine nach Deutschland kommen werden, ist schwer abzusehen, es ist aber durchaus mit einer größeren Zahl an Geflüchteten zu rechnen. Aktuell werden die Geflüchteten nach Einschätzung der DKH überwiegend in Familiennetzwerken aufgenommen. Die weitere Zuständigkeit für die Unterbringung geflüchteter Menschen liegt zunächst beim Land Hessen bzw. den Kommunen.

Ich hoffe, dass diese Informationen hilfreich für Sie sind. Bei Fragen wenden Sie sich gern an mich.

Valentinstag 2022

Evangelische Kirchengemeinden laden Liebende am 13. Februar zu Segnungsgottesdiensten ein

Fulda – Ob frisch verliebt oder lange verheiratet: Am 13. Februar, dem Sonntag vor dem Valentinstag, laden evangelische Kirchengemeinden in Fulda wieder zu besonderen Gottesdiensten ein, bei denen die Liebe im Mittelpunkt steht und Paare sich in besonderer Form segnen lassen können. Im Bonhoefferhaus findet um 11 Uhr ein Gottesdienst unter dem Motto „All you need is love“ mit Pfarrer Marvin Lange und Pfarrer Christian Pfeifer statt. Das Ensemble Salto Vocale singt Liebeslieder, die Paare werden gesegnet und erhalten eine rote Rose. Damit die Paare ungestört dem Gottesdienst folgen können, findet zeitgleich ein Kindergottesdienst statt.