Zwei Gottesdienste zum Reformationstag

Mit einem Festgottesdienst in der Christuskirche und einem Autogottesdienst auf dem Messegelände Fulda-Galerie haben die sieben Gemeinden des Kooperationsraums „Gemeinsam evangelisch in Fulda und Region“ den Reformationstag gefeiert.

Autogottesdienst auf dem Messegelände: Pfarrerin Mölleken (vorn), Pfarrer Lange, Pfarrer Pfeifer, Pfarrer Bürger (v.l.n.r.). Nicht im Bild: Pfarrer Echtermeyer, Vikar Knoke, Vikarin Rübeling

Auf dem Messegelände feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Fest Corona-konform im eigenen Auto. Ganz neue Perspektiven brachte der Gottesdienst für Kirchentagspastor Arnd Schomerus: er predigte von einer Hebebühne aus und war so für alle Gottesdienstbesucher gut zu sehen. Seine Worte wurden über eine Radiofrequenz ins Auto übertragen. Schon das Motto „Mach die Feuer an“ ließ erahnen, dass die Organisatoren auf dem Messegelände ein ganzes Feuerwerk an Höhepunkten im Programm hatten. Fackeln, eine Lichtshow, den Posaunenchor Fulda und – über Lautsprecher – ein Lied von Herbert Grönemeyer sorgten bei dem Abendgottesdienst für Stimmung. Gerade für Familien war der Gottesdienst ideal, denn im Auto konnte in Familiengruppen nach Herzenslust gesungen und mitgefeiert werden. Auch an die Kinder hatten die Organisatoren gedacht: für die Jüngsten gab es Pixi-Büchlein über Martin Luther und süßsaure Bonbons.

Für alle, die den Reformationstag gerne in einer Kirche feiern wollten, boten die evangelischen Gemeinden einen gemeinsamen Abendgottesdienst in der Christuskirche an. Unter dem Motto „Ein feste Burg“ stellten Pfarrerinnen und Pfarrer des Kooperationsraums den berühmten Choral Martin Luthers in den Mittelpunkt ihrer Predigt.

„Ein feste Burg ist unser Gott“ ist in einer Zeit entstanden, als die Pest in Wittenberg wütete. Martin Luther sei nüchtern mit der Pest umgegangen, obwohl er liebe Menschen verloren habe, so Pfarrer Dr. Michael Grimm. Er sei nicht geflohen, sondern habe Kranke in seinem Haus aufgenommen, Die Pest sei für Luther keine Strafe Gottes gewesen, sondern eine Bewährungsprobe für den Glauben.

Pfarrer Dr. Grimm, Kirchenvorsteherin Berg, Pfarrerin Koch-Zeißig sowie Pfarrerin Oehm-Ludwig feiern klassisch Reformation in der Christuskirche Fulda.

In dem gemeinsamen Gottesdienst entfalteten Pfarrerin Jana Koch-Zeißig von der Christuskirche, Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig von der Versöhnungs-Matthäuskirche und Pfarrer Dr. Michael Grimm von der Evangelischen Kirche Bad Salzschlirf-Großenlüder Strophe für Strophe das berühmte Reformationslied. Mit seiner kämpferischen Sprache zeige das „Trutz- und Schutzlied“ einen mächtigen Gott, der in einer ausweglosen Lage zu helfen wisse, so Pfarrerin Koch-Zeißig. Damit werde jedoch nur eine Seite Gottes betont. Gott habe sich nicht nur mächtig, sondern in Christus auch schwach gezeigt.

Musikalisch interpretiert wurde der Choral von Kantor Andreas Schneidewind an der Orgel und Sängerinnen und Sängern der Evangelischen Kantorei Fulda. Die Gottesdienstbesucher hielten ein Textblatt zum Mitlesen und Mitsummen in der Hand. Die Tatsache, dass es aufgrund der Corona-Pandemie keinen Gemeindegesang gebe, habe bei ihr dazu geführt, dass sie die Lieder bewusster wahrnehme, sagte Pfarrerin Oehm-Ludwig. Dabei sei das Lied „Ein feste Burg“ nicht nur eine protestantische Hymne, sondern eigne sich auch als Trost- und Glaubenslied für alle Tage des Jahres.

Wegen der Corona-Pandemie hatten sich die Pfarrerinnen und Pfarrer entschieden, zwei gemeinsame Gottesdienste anzubieten; einen Autogottesdienst auf dem Messegelände und einen Festgottesdienst in der Christuskirche. „Uns war wichtig, für alle Mitglieder ein passendes Angebot zu machen,“ so Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig. Im Rahmen des Gottesdienstes in der Christuskirche wurde Claudia Pfannemüller in ihre Stelle für Öffentlichkeitsarbeit und Koordination des Kooperationsraums eingeführt, Alina Seefeldt wurde im Rahmen des Autogottesdienstes aus dem Arbeitsfeld Bauwesen verabschiedet.

Foto Christuskirche: Albrecht Herzog

Foto Autogottesdienst: Tanja Fäller

Lob des Zweifels auf Konfirmation

Gott und Satan im Gespräch um den richtigen Glauben

In der Bonhoeffergemeinde Fulda wurden am Sonntag, dem 29. August 2020 zwei Gruppen von Jugendlichen konfirmiert. Mit einem starken Hygienekonzept und unter Einhaltung der Corona-Regeln war es möglich, den Konfirmandinnen und Konfirmanden ihren Festtag zu bereiten.

Inhaltlich ging es den beiden Konfirmatoren Vikarin Natascha Weigelt und Pfarrer Marvin Lange um die Auseinandersetzung, wie man heutzutage überhaupt noch an Gott glauben könne. Beide stellten der Forderung nach bedingungslosen Fürwahrhalten christlicher Inhalte ein „Lob des Zweifels“ entgegen. Besonders eindrücklich wirkte dabei auf die Zuschauer ein von den beiden Geistlichen aufgeführter Dialog Satans mit Gott über ein unfertiges Gebet einer Konfirmandin. Das spontan zusammengesetzte Ensemble um Pianist Sören Riesner umrahmte mit moderner Kirchenmusik den besonderen Gottesdienst.

Fahrradgottesdienst bei Kaiserwetter

200 Teilnehmer feierten am Bonhoefferhaus mit Picknickdecken und Eis am Stiel

Fulda – Da staunten manche Fußgänger und Autofahrer am Sonntagmorgen nicht schlecht. Auf vielen Straßen in Fulda waren kleine Grüppchen von Radfahrern zu sehen. Sie trugen Westen mit der Aufschrift „Gemeinsam Evangelisch.“ Die Kirchenradler aus der Kreuzkirche, aus St. Johann Petersberg und der Bonhoeffergemeinde hatten ein gemeinsames Ziel: einen Open Air Gottesdienst zu feiern.

Um kurz vor elf Uhr trafen die Radler aus verschiedenen Richtungen am Bonhoefferhaus ein. Mehr oder weniger aus der Puste, dafür mit viel Sonnenschein und guter Laune im Gepäck. Pfarrer Marvin Lange begrüßte die Teilnehmer zum ersten gemeinsamen Fahrradgottesdienst der drei Gemeinden. Eine humorvolle Dialogpredigt der drei Pfarrer folgte. Pfarrer Stefan Bürger zitierte Psalm 37: Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird es wohl machen. Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, bedeute auch mal durch Wind und Wetter zu fahren und vom Weg abzukommen. Im Leben sei es ähnlich. „Es geht darum Gott meine Wege anzuvertrauen, denn er meint es gut mit uns,“ so Bürger. „Wir können gewiss sein, dass Gott uns wieder auf die Sprünge hilft, wenn wir mal hinfallen,“ ergänzte Pfarrer Christian Pfeifer. Da in dem Gottesdienst zwei Kinder getauft wurden, trug Pfarrer Marvin Lange ein kleines Theaterstück für die Tauffamilien vor. Kinder könne man nicht vor allem schützen, man müsse ihnen irgendwann zutrauen für sich selbst zu sorgen. „Die Kinder werden schneller groß sein als es ihre Eltern heute glauben,“ sagte Lange.

Auch die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes vermochte zu begeistern. Mit gefühlvoll gesungenen Balladen und einer glockenklaren Stimme zog Sängerin Isabell Scheunert die Gottesdienstbesucher in ihren Bann. Weitere musikalische Akzente setzten Christoph Mangelsdorf am Saxofon und Michaela Jünemann am Akkordeon. Jeder Beitrag wurde beklatscht, einige Besucher bekundeten Beifall mit ihren Fahrradklingeln. Viele Familien hatten ihre Picknickdecken mitgebracht und ließen sich zur Stärkung ein Eis am Stiel schmecken, dass die Kirchengemeinden für die Radler eingekauft hatten.

Gerade in Corona-Zeiten sei diese Form des Gottesdienstes ideal, betonten die Organisatoren, denn die Kirchenradler konnten Gemeinschaft erleben, ohne sich dabei zu nahe zu kommen. Die gemeinsame Aktion entsprang auch dem Wunsch, das gegenseitige Kennenlernen zwischen den Nachbargemeinden St. Johann Petersberg, der Kreuzkirchengemeinde Neuenberg und der Bonhoeffergemeinde zu fördern. Außerdem könne Kirche auf diese Weise auch mal sportlich und frisch erlebt werden, sagte Pfarrer Stefan Bürger.

„So entspannt könnten wir meiner Meinung nach öfter Gottesdienste feiern,“ sagte Matthias Allendorf, der zusammen mit seiner Gemeinde den Weg vom Haunestausee zur Goerdelerstraße zurückgelegt hatte. Viele Teilnehmer blieben nach der sportlichen Betätigung und dem Gottesdienst noch eine Weile auf den Picknickdecken sitzen und ließen einen erlebnisreichen Vormittag mit einem gemütlichen Beisammensein ausklingen. Dass Kirche mit viel Schwung und Kreativität neue Wege gehen kann, das hat die gemeinsame Aktion der drei Gemeinden zum Ferienende bewiesen.

BU1: vlnr. Pfarrer Stefan Bürger, Pfarrer Marvin Lange und Pfarrer Christian Pfeifer

BU2: vlnr. Pfarrer Christian Pfeifer, Pfarrer Marvin Lange, Pfarrer Stefan Bürger

(Fotos: Claudia Pfannemüller)

Newsletter: Sternfahrt und neues Video

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und die Bonhoeffergemeinde geht – bzw. fährt – am Sonntag gemeinsam mit zwei Nachbargemeinden neue Wege. Zumindest versuchen wir das bei (hoffentlich) gutem Wetter mit einem Fahrradgottesdienst, der schon allerorten beworben worden ist. Als Sternfahrt ist er ab 10.00 Uhr geplant und nimmt um 11.00 Uhr seine Fortsetzung am Bonhoefferhaus mit zwei Taufen, Saxophonist Christoph Mangelsdorf, Solistin Isabell Scheunert und einem Eis am Stiel. Herzlich lade ich Sie ein, mitzufahren und sich um 10.00 Uhr in Marbach am Restaurant Zellmühle einzufinden, von wo aus wir (in relativ flottem Tempo) zum Bonhoefferhaus radeln. Alternativ geht es ebenfalls los in der Evangelischen Kreuzkirche in Fulda Neuenberg (drei verschiedene Routen für unterschiedliche Leistungsniveaus) oder von St. Johann in Petersberg (die kürzeste Strecke).

Der Gottesdienst findet dann um 11.00 Uhr vor dem Bonhoefferhaus auf der großen Wiese mit den Pfarrern Stefan Bürger, Christian Pfeifer und mir statt, weswegen Sie unbedingt Sitzgelegenheiten (Picknickdecke, Campingstühle) mitbringen sollten. Bei Regen gehen wir freilich nach drinnen!

Auch die Video-Formate von „gemeinsam evangelisch in Fulda“ nehmen wieder Fahrt auf. Ein neues und unterhaltsames Gespräch im Pfarrhaus ist bereits seit gestern online. Ich konnte den Dekan des Kirchenkreises Fulda, Bengt Seeberg, dazu gewinnen, mit mir gemeinsam über „Kirche und Sport“ zu sprechen – passend zum Fahrradgottesdienst klärt der Dekan darüber auf, dass Kirche und Sport gar nicht so schlecht zusammenpassen, wie von mir zunächst gedacht.

Schauen Sie selbst hier hinein:

Ich würde mich wie immer über Kommentare, Anregungen und Kritik freuen, besonders gern in der Kommentarspalte direkt auf Youtube. Noch mehr freuen würde ich mich, wenn Sie unseren Youtube-Kanal gleich abonnieren würden, denn: Je mehr Abonnenten wir gewinnen, desto mehr Funktionen auf Youtube können wir nutzen (z.B.: ab 1000 Abonnenten könnten wir unsere Veranstaltungen auf YouTube endlich auch live streamen).

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für einen weiterhin schönen und sonnigen Sommer,

Ihr

Pfarrer Marvin Lange

Mit Talar und Fahrradhelm: Fahrrad-Sternfahrt zum Open Air Gottesdienst

Drei evangelische Gemeinden mit sportlicher Aktion zum Ferienende 

Fulda – Erst in die Pedale treten, dann gemeinsam Gottesdienst feiern: Zum Ende der Sommerferien am 16. August 2020 haben sich drei evangelische Pfarrer aus Fulda etwas Besonderes einfallen lassen. „Kirche soll frisch und sportlich erlebt werden. Begegnung auf Abstand, aber in der Natur“, so Pfarrer Stefan Bürger. Mit ihrer Aktion wollen er, Pfarrer Marvin Lange und Pfarrer Christian Pfeifer hinaus aus den Kirchenmauern und vielleicht auch Menschen ansprechen, die sonst nicht so oft ihre Gottesdienste besuchen.   

Um 10.00 Uhr versammeln sich die Fahrradfahrer jeden Alters an drei verschiedenen Orten alternativ für familienfreundliche oder etwas längere Touren. Die Bonhoeffergemeinde trifft sich in Marbach an der Gaststätte am Haunesee, die Petersberger Gemeinde vor der Kirche St. Johann und die Kreuzkirchengemeinde vor der Kirche in Neuenberg. Die Organisatoren weisen darauf hin, dass geeignete Kleidung samt Sonnen- bzw. Regenschutz mitzubringen sind.  

Aus drei verschiedenen Richtungen kommen die Radler aus drei Gemeinden schließlich um 11.00 Uhr vor der Bonhoeffergemeinde zu einem Gottesdienst zusammen. Wer nicht mit dem Fahrrad anreisen kann oder will, kommt direkt zum Bonhoefferhaus „Wir haben Spaß am Fahrradfahren, arbeiten als Kollegen gern zusammen und wollen bewusst, neue Wege gehen. Kirche und Glaube muss mehr in den Alltag geholt werden“, betont Pfarrer Marvin Lange. Er und seine Kollegen aus dem Pfarrerteam ziehen in ihrem kurzen und humorvollen Predigtdialog Parallelen zwischen Fahrradfahren und Glauben. Zudem planen die Pfarrer, Kinder im Freien zu taufen. Bei starkem Regen müssen die Radtouren entfallen und der Gottesdienst findet im Bonhoefferhaus statt. 

Nach dem Gottesdienst sind alle zum Eis am Stiel eingeladen. Sitzgelegenheiten oder Picknickdecken bringt jeder selbst mit. Es gelten die derzeitigen Corona- und Abstandsregeln. Kontakt ist über die jeweiligen Pfarrämter möglich, weitere Informationen auf den Internetseiten der Gemeinden zu finden. Info: bonhoeffer-online.de, kreuzkirche-fulda.de, kirche-petersberg.de.  

BU: BU: Auf dem Foto sieht man den drei Pfarrern ihre Freude an der gemeinsamen Aktion schon an. Ob sich Pfarrer Stefan Bürger (links), Pfarrer Christian Pfeifer (Mitte) und Pfarrer Marvin Lange (rechts) allerdings wirklich im Talar aufs Fahrrad schwingen, bleibt abzuwarten.  

Videoandacht am 28.06.2020 zur Vorkonfirmation

Liebe Leserinnen und Leser!
Die Vorkonfirmandenkurse 2020 der Bonhoeffergemeinde Fulda und der Evangelischen Kirche Petersberg haben für den 28. Juni 2020 eine Videoandacht gemeinsam mit ihren Pfarrern Marvin Lange und Christian Pfeifer sowie Vikarin Natascha Weigelt für „Gemeinsam Evangelisch in Fulda und Region“ gedreht. Das Video handelt vom Verlorenen anhand zweier Gleichnisse von Jesus. Zentrales Thema ist immer die Umkehr, die Gott selbst für seine Menschen ermöglicht. Mit verschiedenen Mitmachaktionen wird so das Aufsuchen des Menschen durch Gott verdeutlicht. Mit einem „Taufumkehrritual“, das die Zuschauer ebenso nachvollziehen können (gern mitmachen!) wird auf den Tag Johannes des Täufers am 24. Juni 2020 (exakt ein halbes Jahr vor Heiligabend) hingewiesen.

Es ist die vorerst letzte Videoandacht, die „Gemeinsam evangelisch“ produziert hat. Nach den Sommerferien 2020 soll es mit diesem oder ähnlichen Video-Formaten weitergehen.

Anbei der Link für das Video:

Übrigens: „In echt“ gibt’s am morgigen Sonntag, 28.06.2020 um 10.00 Uhr in beiden Kirchen – St. Johann und Bonhoefferhaus – die Vorkonfirmation mit Pfr. Lange, Pfr. Pfeifer und Vikarin Weigelt.

Und: es sind noch Plätze frei ? !

Ihnen einen schönen Sonntag und eine gute Woche – bleiben Sie gesegnet,
Ihr
Pfarrer Marvin Lange

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Trinitatis mit den Konfis und mehr

Liebe Leserinnen und Leser,

der zweite Gottesdienst „in echt“ seit dem Corona-Shutdown findet am Sonntag, dem 07.06.2020 um 11.00 Uhr im Bonhoefferhaus statt. Um Segen wird es an diesem Sonntag mit dem klangvollen Namen „Trinitatis“ (Dreieinigkeit) gehen – und um die Frage, was Segen eigentlich ist und wie er bewirkt wird. Da am Pfingstsonntag nur 20 Personen da waren, mache ich heute einmal deutlich Mut, unser Angebot anzunehmen und zum Gottesdienst zu kommen. Es sind noch Plätze frei – bis zu 37 Einzelpersonen finden im Bonhoefferhaus Platz; als Paare und Familien sind es bei idealer Verteilung gar bis zu 67 Personen. Das Hygienekonzept unserer Gemeinde ist streng und wird von den Kirchenvorstehern und mir strikt für alle eingefordert.

Zudem gibt es seit heute früh den Vorstellungsgottesdienst unserer Konfirmanden – auch dieser dreht sich um Segen und ist ein guter Ersatz für den „normalen“ Vorstellungsgottesdienst; musikalisch wird er mit der E-Gitarre umrahmt von Pfarrer Pfeifer und mir. Klicken Sie hier:

und feiern Sie online mit unseren Konfis vom Bonhoefferhaus und St. Johann!

Auch ein weiteres Gespräch im Pfarramt ist in dieser Woche entstanden: Pfarrer Togar Pasaribu von der katholischen Nachbargemeinde spricht mit mir über das inhaltlich eher unbekannte Fest Fronleichnam, das die katholische Welt am kommenden Donnerstag begeht – und an dem alle anderen Hessen frei haben ohne so recht zu wissen, weswegen. Klicken Sie hier für dieses inhaltlich starke Video:

Und ein echtes Schmankerl von Vikarin Natascha Weigelt ist diese Woche erschienen: „Was ist das Besondere an der Bonhoeffergemeinde?“ wurden Sie im April von ihr gefragt – hier sehen und hören Sie die Antworten:

Übrigens: Ein neuer Gemeindebrief ist als „Hoffnungsbrief“ gerade herausgekommen. Er muss dringend in die Häuser unserer Gemeindeglieder gebracht werden. Hätten Sie vielleicht Lust und Zeit, bei einem Spaziergang Ihre eigene Straße (und gern auch weitere drumherum) auszutragen? Dann kommen Sie einfach am Dienstag zwischen 9 und 12 Uhr spontan vorbei (sonst nur nach kurzer Absprache, damit Sie nicht vor verschlossenen Türen stehen), um sich Briefe abzuholen; durch die Corona-Krise haben wir leider einen ganz schönen Schwund an Austrägern zu verzeichnen!

Ihnen einen schönen Sonntag und eine gute Woche – bleiben Sie gesegnet,

Ihr

Pfarrer Marvin Lange

P.S.: Wenn Sie unseren Newsletter erhalten wollen, schreiben Sie doch eine kurze Email an mich: marvin.lange ett ekkw.de

„Wir beginnen gemeinsam im Geist von Pfingsten!“

Kooperationsraum „Gemeinsam evangelisch“ öffnet Kirchen für gemeinschaftliche Gottesdienste

Nach rund zwölf Wochen beginnen im Kooperationsraum Fulda-Mitte/West an Pfingstsonntag die gemeinschaftlichen Gottesdienste in ihren Kirchen. Verkürzt, mit Sicherheitsabstand und ohne Gemeindegesang – dennoch kreativ und geistreich.

„Wir beginnen an Pfingstsonntag mit unseren Gottesdiensten. Der gemeinsame Anfang lag unserem Kooperationsraum ‚Gemeinsam evangelisch‘ am Herzen“, sagt Pfarrer Stefan Bürger. Dieser Anfang geschehe im Geist der Einheit, des Miteinanders und des Kooperationswillens der insgesamt elf Pfarrerinnen und Pfarrer mit ihren zehn Kirchen.

Gerade angesichts der Infektionen in der freien, baptistischen Gemeinde in Frankfurt läge es den hiesigen Gemeinden daran, deutlich zu machen, dass die Pandemie keineswegs gebannt sei und deshalb alle Kirchengemeinden viel Zeit und Energie auf Hygiene- und Abstandsregeln verwandt hätten. Mundschutz würde dringend angeraten, Abstandsregeln durch Sperrung von Bankreihen sichergestellt und auf Gemeindegesang verzichtet. Desinfektionsmittel stehe am Eingang, Mitarbeiterinnen geleiten den Menschen an ihre Sitzplätze und für ein möglichst kontaktloses Verlassen der Kirche werde gesorgt. Die Gottesdienste würden zwar anders sein, aber man freue sich wieder anzufangen. Reservierung seien zunächst nicht geplant, manche Gemeinden böten Pfingstsonntag auch mehrere Gottesdienste hintereinander an.

„Alles nachholen“, Feuer, Openair, Kinderimpulse und Auto-Gottesdienst

Die Kreuzkirche denkt im zweiten Gottesdienst an Pfingstsonntag um 11.00 Uhr und jeden 1. + 3. Sonntag besonders an Kinder und Familien, indem sie einen fünfminütigen Kinderimpuls ihrer Kinder- und Jugendreferentinnen und Kindergottesdienstteamerinnen in den Gottesdienst einbaue. Pfarrer Marvin Lange von der Bonhoeffergemeinde will „alles nachholen, was ausgefallen ist und zwar ganz kompakt“, indem er die Gemeinde an Stationen über Karfreitag, Ostern und Himmelfahrt zu Pfingsten geleite.

In Petersberg wird Pfingsten drinnen wie draußen gefeiert: Um 10.00 Uhr in der St. Johanneskirche und 11.30 Uhr im St. Johannesgarten. Veranschaulicht wird der Heilige Geist mit echtem Feuer und von mehreren Musikerinnen hörbar gemacht. Der Trätzhof feiert um 10.00 Uhr auch Openair. Für draußen müssten Sitzgelegenheiten mitgebracht werden! Pfingstmontag wird es u.a. um 11.00 Uhr einen ökumenischen Autogottesdienst der Christuskirche, Innenstadtpfarrei und Lutherkirche auf dem Messegelände geben, zu dem alle eingeladen sind.

#wirsehenpfingstrot – Digitale Angebote gehen weiter

Mindestens bis zu den Sommerferien wird der Kooperationsraum Fulda-Mitte/West sein digitales Angebot auf dem YouTube-Kanal fortsetzen, da sich u.a Videoandachten. wachsender Beliebtheit erfreuten, so die Pressemitteilung. Pfingstsonntag könne man die Videoandacht aus Bad Salzschlirf/Großenlüder von Pfarrer Dr. Michael Grimm erwarten. In Socialmedia setzt sich zu Pfingsten gerade kirchlich deutschlandweit #wirsehenpfingstrot durch. Dabei sind die Menschen in den Tagen vor Pfingsten aufgerufen, auf das Rote in ihrem Alltag zu achten und Bilder mit diesem Hashtag zu posten.

Grafiken/Collagen (Björn Henkel): Pfarrerinnen und Pfarrer laden Pfingstsonntag gemeinsam ein.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Pfarrer Stefan Bürger

Koordinator für Pressearbeit im Kooperationsraums Fulda-Mitte/West

„Gemeinsam evangelisch“

Haderwaldstr. 89a

36041 Fulda

Fon (0661) 7 58 50

Fax (0661) 90 17 125

Email stefan.buerger@ekkw.de

Video-Andacht: Jesus kommt anders

Gemeinsam evangelisch in Fulda am Palmsonntag

Pfarrerin Anke Mölleken
Pfarrer Wolfgang Echtermeyer

Auch zu diesem Sonntag bietet ‚Gemeinsam evangelisch in Fulda‘ auf ihrem gleichnamigen YouTube-Kanal eine evangelische Andacht an. Jeder, der den Kanal abonniert, erhält automatisch den Hinweis, wenn etwas Neues eingestellt wurde. Anbei der Link zum Video:

Diesmal wird die Andacht von Pfarrer Wolfgang Echtermeyer von der Christophorus- und Pfarrerin Anke Mölleken von der Lutherkirche gestaltet. Das Thema ist am Palmsonntag „Jesus kommt, aber anders als gedacht“, so Pfarrerin Mölleken.

Anhand der biblischen Erzählung der Salbung Jesu in Betanien aus dem Markusevangelium (Mk 14,1-9) werden die beiden Prediger aufzeigen, dass mit der Wirklichkeit Gottes immer wieder anders und neu zu rechnen ist als wir das annehmen. Scheinbar klare Werte und Vorstellungen über die Welt werden umgewertet und auf den Kopf gestellt – manchmal auch erst nachträglich und mit Abstand. Mitten in der Corona-Krise verdichten sich die Fragen nach dem Rechthaben in Bezug auf Einschränkungen und Lockerungen gleichermaßen. Pfarrer Echtermeyer: „Wer eigentlich Recht hat im Angesicht dieses Virus ist meine Leitfrage für die Predigt gewesen.“

Die Predigt ist ab Sonntagmorgen auf dem YouTube Kanal und auf den Homepages der Evangelischen Kirchen des Kooperationsraumes Fuldas zu finden sein. Vor bzw. in den Kirchen und Gemeindezentren  liegt sie in schriftlicher Form aus und wird auf Wunsch auch verschickt (Email an die Pfarrämter bzw. per Post) oder kann hier als pdf-Dokument gelesen werden.

Das Angebot wird durch das gerade begonnene Video-Format „Gespräche im Pfarramt“ ergänzt. Tägliche Impulsfragen auf der Facebook-Seite der Christuskirche Fulda und anderer Gemeinden runden das Online-Angebot ab. Die Fragen sollen helfen, sich selbst nicht aus dem Blick zu verlieren und den unsicheren Tagen eine Struktur verleihen.

Fotos: privat

Corona update 1

Bis es die Situation wieder zulässt, fallen alle Gottesdienste und andere Versammlungen und Veranstaltungen der Bonhoeffergemeinde aus.

Jedoch: Als Christinnen und Christen wissen wir uns vom Geist Gottes getragen und im Gebet verbunden. 

Glocken rufen zum Gebet        

Auch wenn speziell das Bonhoefferhaus keine Glocken hat, so können diese in Fulda und Petersberg eine Hilfe sein, durch diese Krise zu kommen. Glocken ertönen von vielen Kirchen an jedem Tag, morgens, mittags und abends – so wie es vor Ort üblich ist. Sie laden ein zum persönlichen Gebet.