Reformationsfest heute

Gottesdienst zwischen wissenschaftlichem Anspruch und verständlicher Sprache

Von Vikarin Natascha Weigelt, Bonhoeffergemeinde Fulda

Die Reformation, bei der Martin Luther eine entscheidende Rolle spielte, liegt über 500 Jahre zurück. Warum feiern wir sie überhaupt noch?

Martin Luther blickte auf die Kirche seiner Zeit. Ihm stachen Missstände ins Auge, die er aus dem Weg räumen wollte. Ihm fiel zum Beispiel auf, dass viele Menschen den Gottesdienst nicht verstehen konnten, weil er auf Latein gefeiert wurde. Er setzte sich dafür ein, dass Deutsch die Sprache des Gottesdienstes wurde. Martin Luther wollte, dass die Menschen die Inhalte des christlichen Glaubens verstehen können.

„Glücklich ist …“

Elf Pfarrerinnen und Pfarrer predigen im Reformationsgottesdienst

Die Gemeinden des Kooperationsraums Fulda-Mitte, zu denen neben Fuldaer Gemeinden auch Bad Salzschlirf-Großenlüder, Künzell und Petersberg gehören, feiern am Reformationstag, 31.10.2019, um 19.00 Uhr einen gemeinsamen, festlichen Gottesdienst in der Christuskirche Fulda.

„Kooperation bedeutet Zusammenarbeit. Das gilt für Gottesdienste, Konfirmandenveranstaltungen, aber auch für verbindliche Vertretungen bei Krankheit oder Urlaub. Nicht jeder kann und braucht alles zu tun. So bleibt auch Freiraum für Neues“, so Pfarrer Stefan Bürger von der Kreuzkirchengemeinde Fulda Neuenberg in der Ankündigung. Der Kirchenkreis Fulda hat noch drei weitere Kooperationsräume, im Norden des Kreises, im Süden und in der Rhön.